11 Dezember 2017

Weihnachtsbaum-Ausmalbogen

 
Happy Ho Ho Ho!
Um euch die Zeit bis Weihnachten kreativ zu versüßen, habe ich einen Ausmalbogen für Große und Kleine zum Download bereitgestellt. Der Link funktioniert 1 Woche lang.
Meldet euch, wenn ihr eure Ergebnisse und die eurer Kids irgendwo postet. Das guck ich mir gern an!

Keine Angst, ich sammle keine Adressen und es kostet euch auch nichts.

05 Dezember 2017

Weihnachtskarten Illustration

 
Jedes Jahr gestalte ich neue Weihnachtskarten. Seit einiger Zeit bevorzugt in Plattdeutsch.


Meine Illustration ist dieses Jahr besonders maritim ausgefallen. Am ozeanblauen Weihnachtsbaum hängen Fische, Anker und Muscheln. Der Stern auf der Tannenspitze ist eine Kompassrose. Und alles wogt sich, denn im Norden haben wir ja meist eine frische Brise.


Hier seht ihr auch meine Skizzen: ich habe mit verschiedenen Formen herumprobiert, bevor ich den Baum komplett mit Bleistift gezeichnet habe. Dann habe ich darüber mit Spitzfeder und Tinte gezeichnet, der Strich ist dann so schön lebendig.
Die Schrift »Vergnögte Wiehnacht« habe ich separat geschrieben und dann erst in Photoshop alles zusammengefügt und weitere Schneeflocken ergänzt.

Ist das nicht eine besonders schöne Feder?
Meine Karten findet ihr jedes Jahr ab Mitte November im Webshop bei www.seagullswing.de

05 Oktober 2017

Alice Teichert – Zwischen den Zeilen

 

In Lübeck gibt es gerade eine beeindruckende Ausstellung mit den Werken von Alice Teichert, die ich im September gemeinsam mit 2  Gestaltern aus Toronto besucht habe.
Das Museumsquartier St. Annen zeigt »Zwischen den Zeilen« noch bis zum 15. Oktober 2017.


Die Künstlerin Alice Teichert lebt seit den 1980ern in Kanada und hat erst dort die Farbe für sich entdeckt. Sie verwebt in ihren Bildern Skripturales mit Farbflächen von großer Tiefe und Intensität.
Das ist für mich als Grafikerin, die auch mit Kalligrafie und Illustration arbeitet, natürlich sehr anregend.
Der größte Teil der Ausstellung bestand aus diesen genialen großformatigen Gemälden.


In den Räumen entsteht ein Dialog ihrer Bilder mit mittelalterlichen Büchern und Schnitzaltären aus der Sammlung des Museums. Einige Bilder wirkten wie gestaltete Doppelseiten eines Buches. Die transluzide Malerei bekommt durch eine extrem glänzende Oberfläche noch mehr Tiefe. Ein spannender Kontrast zu dem matten Papier der betagten Stundenbücher.

Und dann gibt es Blätter, die an zarten Fäden im Raum hängen, und auf denen sie mit Schriften, Musik-Zeichen und Buchstaben spielt. Musik spielt in ihrer Biografie eine bedeutende Rolle.


Es fällt mir sehr schwer nur ein paar ihrer Bilder für diesen Artikel auszuwählen – das Werk ist so vielfältig und spannend. Deshalb hier noch ein Buchtipp: In) Formation (Zur Philosophie und Kunst von Alice Teichert)

03 Oktober 2017

Urban Sketchers Germany 2017

 

Das Urban Sketchers Deutschland Symposium im schönen Eutin war für mich eine großartige Erfahrung.


Nach Darmstadt 2015 und München 2016, hat in diesem Jahr ein Orgateam aus dem Norden das Treffen durchgeführt. Unterstützt von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, haben sie diese Herausforderung ganz fantastisch gemeistert: Planung und Durchführung des ganzen Events, umwerfende Locations, Einbindung der Stadt und Öffentlichkeit, Sponsoren aus dem Kunstbereich, Workshops, Verpflegung …und strahlendes September-Wetter. Es gibt definitiv nichts zu meckern.


Es gab nur rare 100 Teilnahmeplätze und ich hatte Glück einen davon zu ergattern. Die Workshops wurden verlost, aber man konnte ganz gut untereinander tauschen. Es gab insgesamt 10 Workshops zu verschiedenen Themen: Dave Robb, Dietmar Stiller, JP Schwarz, Till Lenecke, Tine Klein, Arno Hartmann, Henning Janssen, Nicola Maier-Reimer, Omar Jaramillo und Rolf Schroeter waren die Dozenten.

Wir haben im Workshop von Tine Klein u. a. gelernt locker loszulegen und auch mal zuerst Farbe aufs Blatt zu klatschen und erst dann die Linien zu setzen. Genau hinschauen und überlegen was man zeigen oder erzählen will sollte am Anfang stehen. Es gibt viele Wege um den Fokus zu setzen und den Blick des Betrachters zu lenken.
Da wir uns auf dem Marktplatz an einem Markttag trafen, hatten wir natürlich viele interessierte Zuschauer. Ein weiteres Motiv haben wir dann aus dem Sitzungssaal im Rathaus, mit Blick auf den Markt skizziert. Ich lese Tines Blog schon eine ganze Weile und hab mich über die Gelegenheit, ihr über die Schulter zu gucken wirklich sehr gefreut.



Im Workshop von Arno Hartmann ging es um die Erstellung von 360-Grad-Panoramen. Das ist erstmal ganz schön komplex, aber wenn die Vorbereitung des genauen Schauens und Maßnehmens gut ist, dann ist der Rest auch zu schaffen.
So eine Zeichnung sieht mit ihren Wölbungen merkwürdig aus. Man kann sie aber scannen und durch ein spezielles Programm in eine 3D-Welt verwandeln.
Arno ist ein sehr engagierter Lehrer. Er hat mich motiviert mich nochmal intensiver mit dem Thema Perspektive zu beschäftigen.





Zwischen dem festen Programm gab es genug freie Zeit um die Gegend zu erkunden, viele Zeichnungen zu machen und sich mit den anderen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Am Sonntag gab es im Eutiner Schloss eine Ausstellung mit unseren Werken, die sehr gut besucht war. Ich wurde auch unterwegs häufig von Eutinern angesprochen, die froh waren, dass wir ihre schöne Stadt zeichnen und die dadurch ja nochmal ganz anders bekannt wird.

Wir wurden von den Sponsoren mit Künstlermaterial reich beschenkt. Und hatten dann gleich Gelegenheit allerlei neues Material auszuprobieren und uns darüber auszutauschen. Damit hatte wohl niemand gerechnet – Weihnachten für Kreative!

Nun hoffe ich auch 2018 wieder teilnehmen zu können. Das USK-Treffen 2018 wird dann in Hamburg stattfinden.

14 August 2017

Faktor Mensch

 
Bevor ich in den nächsten Workshop verschwinde, möchte ich noch etwas loswerden.
Bei einem Workshop weiß man ja nie, was einen erwartet – das macht es so spannend. Du weißt ein wenig über den Dozenten und hast eine Beschreibung des Themas. Du hast eine Materialliste: Entweder bringst du viel zu viel mit, oder du hast das, was du dann brauchst nicht dabei. Egal – irgendwer leiht dir was oder du improvisierst.

Ein besonderer Faktor eines Workshops sind die anderen Teilnehmer. Wer kommt, auf welchem Level arbeiten sie und wie viel oder wenig Input brauchen sie vom Dozenten. Da gibt es die Unabhängigen (30%), die Teamplayer (20%), die Sauger (5%), die Verzweifelten (5%) und die Unsichtbaren (40%). Natürlich gibt es auch Mischtypen oder welche, die mal so, mal so sind, je nach Thema und persönlichem Aggregatzustand.

Die Unabhängigen machen ihr Ding. Vielleicht haben sie einen eigenen Stil und ein eigenes Thema. Sie nutzen den Raum und die Zeit des Workshops, sind durchlässig für Inspirationen ihrer Nachbarn und des Dozenten und geraten leicht in Flow. Es sind Macher. Andere Teilnehmer kommen an ihren Tisch und machen Ahh und Ohh (á la : "das könnte ich nie").

Die Teamplayer sind meist auf fortgeschrittenem Level und haben eine ausgeprägte soziale Ader. Einerseits möchten sie etwas dazulernen und ausprobieren, andererseits haben sie Antennen für hilfsbedürftige Teilnehmer und unterstützen sie gern mit Rat und Tat. Oft sind sie selbst Dozenten oder werden es irgendwann. Andere Teilnehmer kommen an ihren Tisch und bitten um Hilfe.

Die Sauger nehmen von allem mehr in Anspruch oft ohne es selbst zu merken. Sie denken, dass sie trotz der anderen 10-20 Teilnehmer Anspruch auf 80% der Aufmerksamkeit des Dozenten haben und fragen ununterbrochen. Das hilfreiche Potential ihrer Nachbarn haben sie oft nicht im Blick. Sie wünschen sich exakte Arbeitsaufträge und solide Dokumentation. Andere Teilnehmer machen lieber einen Bogen um ihren Tisch.

Die Verzweifelten stellen hohe Ansprüche an sich selbst und vergleichen sich gern mit Dozenten und Teilnehmern auf fortgeschrittenerem Level. Anspruch und Umsetzungsvermögen passen (noch) nicht zusammen. Sie sind extrem selbstkritisch. Die Ergebnisse des Workshops haben sie genau vor Augen. Große Verzweiflungsausbrüche sind vorprogrammiert und meist gehen sie mit unfertigen Arbeiten nach Hause. Andere Teilnehmer wundern sich über soviel unnötige Unzufriedenheit.

Die Unsichtbaren arbeiten entspannt diszipliniert und haben Spaß am Workshop. Ihr Tisch ist unsichtbar.

Und jetzt bin ich gespannt, was – oder besser wer – mich ab Donnerstag erwartet ;-)

19 Juni 2017

Workshop bei Brigitte Schrader (Buchprojekte)

 
Mein letzter Workshop bei Brigitte Schrader ist jetzt schon 6 Jahre her. Dieses Mal ging es um Buchseiten-Layouts. Das Thema Layout ist mir natürlich berufsbedingt mehr als vertraut und ich konnte einige Übungen auslassen.

Was jedoch Grafikdesign-Layouts von Kalligrafie-Layouts unterscheidet, ist die einfache Tatsache, dass wir bei der Kalligrafie am Original arbeiten und Fehler nicht so leicht korrigieren können, wie am Computer. Deshalb sollte man sein Layout wirklich gut planen: Zeichen und Zeilen auszählen, Skizzen machen, Hilfslinien ziehen und sich natürlich vorher warmschreiben. Sollte man.
Meine Ungeduld steht mir da oft im Weg. Kalligrafie braucht Ruhe und Zeit. Und du musst den Tag erwischen, an dem es fließt.


Brigittes Workshop war wie ein leckeres Buffet. Wir haben uns in den drei Tagen alle das herausgepickt, worauf wir Lust hatten. Und jeder ist satt geworden.
Das Angebot umfasste: Stempel schnitzen, Layoutexperimente, Leporellos mit Stempellayouts und strukturellen Verdichtungen, Schreiben von Lapidar Antiqua, Prägungen, zarte Collagen aus Teebeuteln und die Buchprojekte: Theaterbuch, Cross-Structure-Buch, Kronenbindung.
Brigitte hat uns auch viele ihrer Bücher und Blätter mitgebracht, es gab also Anregungen ohne Ende. Sie ist richtig, richtig gut und ich finde es schade, dass man so wenig von ihr im Internet findet.


Ich hatte sehr viel Spaß bei der Gestaltung eines Theaterbuchs. Mein Thema ist „Into the Wild“ und in das Buch habe ich einige der Filmsongtexte von Eddie Vedder geschrieben. Der Umschlag ist mit Gessostrukturen bearbeitet, darauf Tinte, Tusche und Fineliner.


Dann hab ich ein Leporello gestaltet zum Thema Resonanz (etwas, was mich aktuell sehr bewegt). Darin sind quadratische Holzklotzabdrücke, die ihr Echo in geprägten Quadraten von gleicher Größe finden, die über die Seiten wandern.


Und es ist noch ein Blanko-Buch mit einer Cross-Strukture-Bindung entstanden.
Nach dem Workshop bin ich voller neuer Ideen, insofern hat mich das reichhaltige Buffet nicht gesättigt, es hat auch den Appetit angeregt:-)



06 Juni 2017

#coffeebreak #mai – Aus die Maus!

 
Hier seht ihr die 31 Motive aus dem Mai. Ich beende das Recycling-Projekt jetzt, denn ich habe diese wunderbaren befüllbaren Coffeepads entdeckt und damit fällt gar kein Müll mehr an :-)


Jetzt suche ich nach Ideen was ich mit den 151 Motiven machen soll. Sie sind je 15x15 cm groß. An Jacobs/Senseo verkaufen? ;-) An besondere Menschen verschicken? Verlosen ...? Habt ihr eine Idee?


22 Mai 2017

Schrift & Patina – Workshop

 
Und hier habe ich für euch wieder einen kleinen Bericht von einem inspirierenden Workshop bei Birgit Naß, an dem ich im Februar/März in Lüneburg teilgenommen habe.
In »Schrift & Patina« ging es vor allem um Techniken, die auf Papier eine antike Wirkung erzeugen.
Wie und womit behandelt man Papiere, damit sie alt aussehen?
Und wie gestaltet man eine Collage aus altem und neuem Material?

Wir haben einiges ausprobiert und vieles gelernt. Ein Umschlag wurde mit Collagen gestaltet, ein Buch gebunden und später mit unseren Experimenten gefüllt.
Einsatz von Schellack, gezieltes Anmischen von Farben nur aus den Grundfarben (Cyan, Magenta, Gelb), Patina erzeugen, Metalltöne simmulieren, Oberflächen verändern ...
Hier könnt ihr sehen wie man Rostpapiere herstellt und Pflanzenfarben einsetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt im Workshop lag auf alten Schriften. Wir haben in der kurzen Zeit tatsächlich gelernt Kurrent zu schreiben (fälschlicherweise sagt man dazu oft Sütterlin).
In Kombination mit Frakturschriften oder schlichten Schriften sieht das sehr spannend aus.

Und wie immer in Birgits Workshops gab es viel mehr Input als man in der Zeit aufnehmen kann. Aber das machts nichts, die nächste Möglichkeit zum Experimentieren kommt sicher bald.

08 Mai 2017

Paula Modersohn-Becker. Der Weg in die Moderne

 
Und schon ist sie vorbei, die wunderbare Paula Modersohn-Becker Ausstellung im Bucerius Kunstforum. Wer sie verpasst hat, kann hier im Film einen Eindruck bekommen.

Paula wurde nur 31 Jahre alt. In dieser Zeit hat sie Hunderte Werke geschaffen. In der Ausstellung waren 80 davon zu sehen. Es gab interessante Gruppierungen: u. a. Kinderbilder, Birken, Selbstbildnisse, Zeichnungen, Stilleben.
Zu Lebzeiten wurde ihre avantgardistische Art sich auszudrücken, die sich zeitlich zwischen den Impressionisten und den Expressionisten bewegte, nicht wirklich verstanden. Sie eckte damit an und gilt gerade deshalb heute als Wegbereiterin der Moderne.

Der Audioguide war wieder sehr informativ und stimmungsvoll. Ich gehe kaum noch ohne Audioguide in große Ausstellungen, sie bereichern und unterstützen das Visuelle sehr.
Auch den schönen Katalog habe ich mitgenommen um in Ruhe tiefer einzutauchen.


Demnächst besuche ich das Paula-Modersohn-Becker Museum in Bremen. Ich weiß nicht warum ich so lange damit gewartet habe.

01 Mai 2017

#coffeebreak #april

 
Das sind die 30 Motive aus dem Coffeebreak-Projekt im April.
Man kann immer ganz gut erkennen woran oder womit ich gerade parallel arbeite. Im April waren es mehr Illustrationen mit Aquarellfarbe, Gesso, Pinselstift und weniger Kalligrafie.

24 April 2017

Die Kunst der Buchumschläge

 

Vor ein paar Wochen war ich im Museum für Kunst und Gewerbe in einer Ausstellung über die Kunst der Buchumschlag-Gestaltung. Es gab um die 400 Umschläge zu sehen.


Buchumschläge werden erst seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts grafisch gestaltet. Davor ließ sich der Besitzer einer Bibliothek seine erworbenen Buchblöcke einheitlich in Leder binden – Bibeln oder Gesangbücher sind durch Leder, Samt oder Edelmetall geschützt. Seit den 1920ern und mit dem Aufkommen der Taschenbücher in den 1950ern verbreiteten sich farbige Umschläge aber immer weiter.



Das hier sind Bilder von Entwürfen und Andrucken für Umschläge, die ich ganz spannend finde. Die Fotos sind leider nicht so gut, weil alles unter Glas geschützt war und die Reflexionen etwas stören.

In der Ausstellung fiel mir wieder auf, dass ich das Grafikdesign, was 30-40 Jahre alt ist nicht besonders schön finde (1980er-1990er). Bei größerem Abstand (also vor den 1980ern) werden die Sachen für mich wieder viel attraktiver. In 10 Jahren ist mein Empfinden dann vermutlich wieder weiter gewandert.
Ich weiß nicht woran es liegt. Geht es euch ähnlich?



18 April 2017

Warum ein klares Briefing Zeit und Geld spart

 
Oft bekomme ich Aufträge ohne, oder mit sehr schwammigem Briefing.
Woran liegt das?

1. - Die Auftraggeber haben dafür gerade keine Zeit
2. - Sie glauben, dass ich Gedanken lesen kann
3. - Sie wissen einfach nicht was ein Briefing ist
4. - Sie wissen nicht warum wir Gestalter ein klares Briefing brauchen
5. - Sie wissen nicht wie man ein Briefing macht

Ich möchte hier einmal Punkt 4 und 5 genauer beleuchten. Dadurch werden sich Punkt 1, 2, 3 automatisch in Luft auflösen.

Also: WARUM ist ein Briefing absolut UNWICHTIG?

- weil du, lieber Kunde, Geld wie Heu hast
- weil Zeit bei deinem Projekt keine große Rolle spielt
- weil das Ergebnis so wischiwaschi werden soll wie dein Briefing
- weil alles andere gerade wichtiger ist
- weil du Chaos liebst und Nerven wie Drahtseile hast
- weil dich dein Projekt selbst nicht besonders interessiert
- weil es ganz nett ist, dass der Designer häufig anruft und nachfragt
- weil der Designer in deinen Kopf gucken kann und sich alles abholt
- weil du noch nie ein detailliertes Briefing liefern musstest
- weil doch trotzdem alles immer irgendwie hinhaut
- weil dich klare Kommunikation langweilt

Stimmt doch alles, oder? ;-)

Aber: Was IST ein gutes Briefing für mich als Gestalter überhaupt?

Das schriftliche Briefing enthält wichtige Information für unsere Zusammenarbeit. Es gibt viele Möglichkeiten für ein gutes Briefing und es ist gar nicht kompliziert.
Liste so genau wie möglich auf, was du willst – sei konkret und präzise. Und gibt mir alle Infos zum Projekt und den Hintergründen, die du hast.
Wichtig: ein mündliches Briefing ist kein Briefing. Hier können Missverständnisse entstehen, Informationen verloren gehen oder etwas gar nicht zu Ende gedacht worden sein.
Du brauchst das schriftliche Briefing, lieber Kunde, um dein Projekt selbst klarer zu sehen und es kommunizieren zu können. Dadurch wird es für mich als Auftragnehmer nachvollziehbar und folglich schneller umsetzbar. Wir ersparen uns viele Korrekturschleifen. Ein schriftliches Briefing kann man im Prozess weiter optimieren und hat immer eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit. Beim mündlichen Briefing hat man nichts.

Auf dieser Basis kann ich dir auch erst ein konkretes Angebot machen.



DAS möchte ich von dir wissen:

1. WER ist mein Ansprechpartner?

2. WAS ist dein Ziel? Und WAS brauchst du dafür konkret von mir?
Das können dann z. B. Plakate sein, Flyer, Hefte, Bücher, Cover/Booklets, Illustrationen, Corporate Design, kalligrafische Schriftzüge, Beschilderung, Konzeption, Redesign, Optimierung und Beratung bereits vorhandener Gestaltung … nur Ideen, Reinzeichnungs-PDFs oder gedruckte Erzeugnisse ...

3. WANN soll das Endprodukt vorliegen?
… und ist das realistisch?

4. WIE ist die Ausgangssituation?
Marketingstrategie: Hintergrund, Problemstellung, das Besondere am Angebot, Konkurrenz und Zielgruppe …
Das kann je nach Thema, Kunde und Situation umfangreich, aber auch sehr knapp ausfallen. Hauptsache, es enthält alle relevanten Details für unsere Zusammenarbeit.

5. WELCHE festen Parameter gibt es bei diesem Projekt und WELCHEN Spielraum?

6. WIEVIEL Geld steht uns zur Verfügung?

Sollte da am Ende dann noch etwas unklar sein, lieber Kunde, werde ich natürlich nachhaken, dafür ist jedes Projekt einfach zu unterschiedlich. Und je näher man an einem Thema dran ist, umso betriebsblinder kann man werden. Was dir glasklar erscheint, kann für mich ein Rätsel sein.

AUSNAHMEN: wenn wir schon an ähnlichen Dingen zusammen gearbeitet haben, dann kann ein ganz kurzes Briefing oder auch ein Telefonat ausreichen.
Möchtest du aber ein konkretes Angebot, dann möchte ich auch ein konkretes schriftliches Briefing von dir.

Alles klar?



10 April 2017

24 im Quadrat

Das ist eine Serie von 24 kleinen Collagen.
Im Grunde passt es auch zum Thema Recycling/Upcycling, denn alles war schon da und hatte vorher eine andere Funktion.
Es sind alte Skizzen, Teebeutel, Coffeepads, Bindfaden, Buchseiten, Seidenpapier, Folien, Blätter und Bilder.
Zuerst habe ich daraus 2 große Collagen gestaltet. Da beim Layouten mein Kopf für meinen Geschmack viel zu sehr mitarbeitet – das ist er einfach so gewohnt, da ich im Grafikdesign primär konzeptionell gestalte – , habe ich den Zufall eingeladen und sie zerschnitten und neu angeordnet.
Ich liebe es zu sehen was passiert, wenn man etwas neu zusammensetzt. Ganz intuitiv und frei.

Und jetzt ist es auch noch ein Suchspiel oder Puzzle. Man kann herausfinden wie die ursprüngliche Collage aussah. Sofern ich hier überhaupt alle Teile zeige. Was meint ihr? ;-)