18 April 2017

Warum ein klares Briefing Zeit und Geld spart

 
Oft bekomme ich Aufträge ohne, oder mit sehr schwammigem Briefing.
Woran liegt das?

1. - Die Auftraggeber haben dafür gerade keine Zeit
2. - Sie glauben, dass ich Gedanken lesen kann
3. - Sie wissen einfach nicht was ein Briefing ist
4. - Sie wissen nicht warum wir Gestalter ein klares Briefing brauchen
5. - Sie wissen nicht wie man ein Briefing macht

Ich möchte hier einmal Punkt 4 und 5 genauer beleuchten. Dadurch werden sich Punkt 1, 2, 3 automatisch in Luft auflösen.

Also: WARUM ist ein Briefing absolut UNWICHTIG?

- weil du, lieber Kunde, Geld wie Heu hast
- weil Zeit bei deinem Projekt keine große Rolle spielt
- weil das Ergebnis so wischiwaschi werden soll wie dein Briefing
- weil alles andere gerade wichtiger ist
- weil du Chaos liebst und Nerven wie Drahtseile hast
- weil dich dein Projekt selbst nicht besonders interessiert
- weil es ganz nett ist, dass der Designer häufig anruft und nachfragt
- weil der Designer in deinen Kopf gucken kann und sich alles abholt
- weil du noch nie ein detailliertes Briefing liefern musstest
- weil doch trotzdem alles immer irgendwie hinhaut
- weil dich klare Kommunikation langweilt

Stimmt doch alles, oder? ;-)

Aber: Was IST ein gutes Briefing für mich als Gestalter überhaupt?

Das schriftliche Briefing enthält wichtige Information für unsere Zusammenarbeit. Es gibt viele Möglichkeiten für ein gutes Briefing und es ist gar nicht kompliziert.
Liste so genau wie möglich auf, was du willst – sei konkret und präzise. Und gibt mir alle Infos zum Projekt und den Hintergründen, die du hast.
Wichtig: ein mündliches Briefing ist kein Briefing. Hier können Missverständnisse entstehen, Informationen verloren gehen oder etwas gar nicht zu Ende gedacht worden sein.
Du brauchst das schriftliche Briefing, lieber Kunde, um dein Projekt selbst klarer zu sehen und es kommunizieren zu können. Dadurch wird es für mich als Auftragnehmer nachvollziehbar und folglich schneller umsetzbar. Wir ersparen uns viele Korrekturschleifen. Ein schriftliches Briefing kann man im Prozess weiter optimieren und hat immer eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit. Beim mündlichen Briefing hat man nichts.

Auf dieser Basis kann ich dir auch erst ein konkretes Angebot machen.



DAS möchte ich von dir wissen:

1. WER ist mein Ansprechpartner?

2. WAS ist dein Ziel? Und WAS brauchst du dafür konkret von mir?
Das können dann z. B. Plakate sein, Flyer, Hefte, Bücher, Cover/Booklets, Illustrationen, Corporate Design, kalligrafische Schriftzüge, Beschilderung, Konzeption, Redesign, Optimierung und Beratung bereits vorhandener Gestaltung … nur Ideen, Reinzeichnungs-PDFs oder gedruckte Erzeugnisse ...

3. WANN soll das Endprodukt vorliegen?
… und ist das realistisch?

4. WIE ist die Ausgangssituation?
Marketingstrategie: Hintergrund, Problemstellung, das Besondere am Angebot, Konkurrenz und Zielgruppe …
Das kann je nach Thema, Kunde und Situation umfangreich, aber auch sehr knapp ausfallen. Hauptsache, es enthält alle relevanten Details für unsere Zusammenarbeit.

5. WELCHE festen Parameter gibt es bei diesem Projekt und WELCHEN Spielraum?

6. WIEVIEL Geld steht uns zur Verfügung?

Sollte da am Ende dann noch etwas unklar sein, lieber Kunde, werde ich natürlich nachhaken, dafür ist jedes Projekt einfach zu unterschiedlich. Und je näher man an einem Thema dran ist, umso betriebsblinder kann man werden. Was dir glasklar erscheint, kann für mich ein Rätsel sein.

AUSNAHMEN: wenn wir schon an ähnlichen Dingen zusammen gearbeitet haben, dann kann ein ganz kurzes Briefing oder auch ein Telefonat ausreichen.
Möchtest du aber ein konkretes Angebot, dann möchte ich auch ein konkretes schriftliches Briefing von dir.

Alles klar?



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