28 November 2012

Nein, man kann nie genug Workshops machen!


Ich hatte großes Glück als mir kurzfristig ein freigewordener Kursplatz bei Massimo Polello angeboten wurde. Da habe ich wirklich nicht lange überlegt, denn so eine Chance bekommt man nicht oft.
Im 3-tägigen Kurs des Turiner Kalligrafen versammelten sich Profis, die sich zum Großteil hauptberuflich mit Kalligrafie und verwandten Disziplinen beschäftigen. Man lernt also nicht nur etwas vom Dozenten, sondern profitiert auch viel von den anderen.
Wir haben uns mit der Capitalis Monumentalis beschäftigt, bei der man das Schreibwerkzeug häufig innerhalb der Linien drehen muss, was sehr viel Übung erfordert. Nachdem wir mit Bleistift die Form der Schrift kennengelernt hatte, übten wir mit Pinseln das richtige Gefühl für den Strich zu entwickeln. Üben, üben, üben.
Massimo hatte dabei sehr schöne Übungen für uns, so dass es nie monoton wurde und es gab jede Menge gute Tipps zur Handhabung von Farbe und Pinsel.
Wir haben aber nicht etwa auf billigem Kopierpapier herumgeschmiert, sondern gleich große hochwertige Bögen genommen, um noch bewusster zu arbeiten und weil wir daraus später Bücher machen wollten.
Am nächsten Tag haben wir dann Massimos spezielle Dripping-Technik kennengelernt. Dabei wird mit Lackfarbe und dem Holzwerkzeug der Keramiker gearbeitet. Wir haben auf unsere am vorigen Tag beschriebenen und gestalteten Bögen kunstvoll gekleckert. Es gab dabei sehr spannende Ergebnisse und viele "happy little accidents".
In der Trockenzeit haben wir dann diverse Möglichkeiten kennengelernt um Bücher zu falten und zu binden.
Am dritten Tag ging es neben dem Ausprobieren verschiedener Layouts dann ans Zerschneiden, Zerreißen, Falten, Falzen und Nähen der Werke.
Das war ein genialer Workshop mit vielen neuen Inspirationen für mich. Und wenn ich dann noch an Massimos eigens für uns zubereitetes Tiramisu "a la mama" denke ... hach ... ;-)

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