07 November 2011

Kalligrafie mit ungewöhnlichen Materialien


Im Kalligrafie-Workshop von Brigitte Schrader ging es darum, mit und auf ungewöhnlichen Materialien zu schreiben. Brigitte ist Kalligrafin, Grafikerin und Dozentin an der FH Hildesheim. Der Workshop fand in der ag-Galerie statt, in der es interessante Angebote verschiedener Kalligrafen gibt.
2 Mitstreiterinnen von der Sommerakademie "Pentiment" waren auch dabei.

Wir haben uns aus den merkwürdigsten Sachen Schreibwerkzeuge gebaut: Pflanzenfasern, Schwämme, Leder, Verpackungen, Plastikbänder, Impfnadeln, Büroklammern, Knöpfe, Dübel, Schrauben, Nägel, Scherben, Filzgleiter, Federn, Stoff, Schaumstoff, Bambus, Haare, Besteck, CDs, Korken, Pommeshölzchen, Mohnkapseln, Gräser, Bucheckern, Erlen, Stecknadeln, Pfeifenputzer ... ich habe um die 35 Sachen ausprobiert und damit spannende, chaotische Schrift geschaffen.
Der 2. Schwerpunkt im Workshop waren die Oberflächen. Man kann ja nicht nur auf Papier schreiben. Zum Einsatz kamen allerlei Pappen, Pergamente, Teebeutel, Unkrautfließ, Wurzelfließ, Teichfolie, Partytischdecken, Dachpappe, Zigarettenpapiere, After Eight-Papier, Tapeten ... wir haben dann auch an Collagen aus verschiedenen Sachen gearbeitet, von filigran bis grob.

Am interessantesten fand ich aber die Schreibwerkzeuge und die Überraschungen, die man beim Ausprobieren erlebt. Wenn ich mir etwas vorstellte, was gut funktionieren könnte, dann war das meist nicht der Fall. Aber dann wurde ich wieder positiv überrascht von etwas, was zuerst langweilig wirkte.
Was mir gar nicht guttat war die Chemie, die in manchen Farben und Materialien steckte, ich hatte Kopfschmerzen und denke, dass das an der Dachpappe und dem Unkrautzeux lag – wer weiß was da alles drin ist. Ich kann nur abraten das in geschlossenen Räumen zu verwenden.

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