21 April 2011

Esperanza Spalding Plakat

Ein junges Jazztalent am Bass. Dazu ein einziges Foto und die Aufgabe ein Tourplakat zu gestalten. Natürlich habe ich mich erstmal informiert, was Esperanza Spalding genau macht um Bilder in meinem Kopf zu entwickeln, zu wissen welche Schriften und Farben gut zu dem Thema passen.
Die Musik hat etwas Spontanes, Rauhes, Bewegliches, Sanftes und Kraftvolles zugleich. Aus dem Grund habe ich das Foto teilweise mit einem groben Raster bearbeitet, den ich dann Stück für Stück aufgelöst habe.
Das Foto wird dafür im Bildbearbeitungsprogramm auf optimale Endgröße gebracht (A1, 150 dpi), dupliziert, das Duplikat mit einem Rasterfilter in grober Einstellung bearbeitet, mit einer zusätzlichen Farbebene Schlammgrau getönt, Farbebene und Rasterebene vereint. Unten liegt immer noch das Originalfoto, darüber die Rasterebene. Nun lösche ich im Raster die Bereiche, die überhaupt kein Raster bekommen sollen (Weiche Auswahlkante!), da sie optisch in den Hintergrund treten (schwarzer Fond, Instrumente im Hintergrund), dann entferne ich mit einem zerfransten großen Radiergummi auf 50% eingestellt die Teile, die noch vom Wesentlichen ablenken Schritt für Schritt, so daß Hauptsächlich das Gesicht, die Hände und die Saiten des Basses betont sind. Zum Schluß nehme ich aus dem Gesicht und von den Armen mit einem kleineren Radiergummi auf 80% Raster weg, denn auf Haut kann es auch wie eine merkwürdige Krankheit aussehen und ich will die Frau ja nicht entstellen. Vom Raster bleibt dann wenig übrig, aber das ist genau der dynamische, rauhe Effekt, den ich erreichen wollte.
Rasterebene und Bildebene werden vereint und unter neuem Namen gespeichert.
Zur Sicherheit behalte ich immer ein Photoshop-Dokument mit allen Ebenen, also auch Kopien von den Hilfsebenen, die später aufgelöst wurden, damit ich ggf. an bestimmten Stellen nachbearbeiten kann. Die Alternative wäre alles noch einmal zu machen, was Zeitverschwendung wäre und es würde auch nie gleich aussehen.

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