18 April 2014

Frohe Ostern!

 
Ich schenke Euch zwei Kalligrafien zur freien (nicht gewerblichen) Nutzung. Einfach anklicken zur größeren Darstellung und herunterladen.

DIY: mit schwarzer Tinte schreiben, scannen, mit Photoshop auf Farbfläche setzen, dafür Aquarellpapier mit farbiger Tinte beklecksen und scannen oder fotografieren. Warum nicht gleich so fertigmachen? Weil man in Photoshop herumspielen kann ohne die Originale zu versauen, also einfach mehr Möglichkeiten hat.



14 April 2014

Frakturschrift Fleißarbeit

 
In meiner Frakturschrift-Experimentierwerkstatt ist eine großformatige Arbeit entstanden. Die Schriftgröße des Fließtextes ist immer gleich, aber die Form und Breite der Buchstaben ist unterschiedlich und ich habe darüberhinaus mit 5 verschiedenen Federstärken gearbeitet. Interessant ist, wie sich dabei die Lesbarkeit verändert. Material: Packpapier, Walnusstinte, weiße Gouache, breiter Pinsel, Speedballfedern.

08 April 2014

Tabaluga im Planetarium Hamburg


Heute ist Premiere: der kleine grüne Drache erobert die 360-Grad Kuppel des Planetariums. Die Musik der Show ist von Peter Maffay, die Ursprungs-Zeichnungen stammen von Helme Heine.

Für so ein Event muss natürlich eine Menge vorbereitet werden. Mein Part bestand darin das Artwork in das Corporate Design des Planetariums einzubinden und verschiedene Printsachen (von 5 cm bis 3 m Größe) und Webbanner zu gestalten.
Ich wünsche den Besuchern sehr viel Spaß mit der Familienshow – und allen Beteiligten viel Erfolg!


24 März 2014

Schreiben wie gewebt – Textura

Gerade lerne ich eine alte Frakturschrift, die Textura. Im Kalligrafie-Kurs arbeiten wir an einem Fächer mit Buchschraube – jede Woche kommen ein paar Seiten dazu, auch die Rückseiten werden beschrieben.
Akute Suchtgefahr! Das Schreiben der gebrochenen Schrift macht richtig Spaß und es gibt unendliche schöne Varianten für jeden Buchstaben. So kann jeder seinen ganz eigenen Stil entwickeln – das kann dann auch sehr modern und künstlerisch-cool in Richtung Streetart gehen, wie u. a. der italienische Grafiker/Kalligraf Luca Barcellona demonstriert.

Der Einstieg ins Textura-Schreiben ist relativ einfach, die kleinen Finessen bringen einen dann aber richtig zum Schwitzen. Am Liebsten schreibe ich momentan mit Speedball-Federn C-1 bis C-5. Und hier ist noch ein Buchtipp: Die »Bibel« der Frakturschriften »Fraktur – mon amour«

10 März 2014

Flyer für den Messeauftritt

Mehrere meiner Kunden waren in diesem Jahr auf der ITB vertreten. Für die Bonner »Visa Consulting« habe ich z. B. eine neue Wortbildmarke gestaltet und einen Flyer. Das Planetarium Hamburg hat einen 2-sprachigen Imageflyer bekommen. Viel Erfolg damit!


24 Februar 2014

Plakate & ein Haufen Arbeit

Ein paar Plakate, die in den letzten Wochen entstanden sind.
Es gibt ja eigentlich immer viel zu tun, aber aktuell komme ich kaum hinterher und hab auch an den Wochenenden gearbeitet. Dank meiner Kanban-Wand behalte ich zum Glück den Überblick. Kulturdesign oder Drucksachen für Veranstaltungen gehen dabei vor, da es fast ausschließlich Terminsachen sind.
Letzte Woche fand in Hamburg die wunderbare Social Media Week statt. Ich hätte gern viele Vorträge live gesehen, aber dank des Livestreams und der abrufbaren Videos und Slides konnte ich zumindest einiges am Rande mitbekommen.

17 Februar 2014

Aus dem Skizzenbuch

Mein Skizzenbuch füllt sich momentan mit Gesso-Tinte-Schrift-Experimenten. Gesso ist ein Kreidegrund, den ich aufspachteln, -rollen oder -pinseln kann, er macht spannende Strukturen, denen die Farbe folgt.
Freie Arbeiten machen den Kopf wunderbar frei.

03 Februar 2014

Ein Ausflug mit Licht & Schatten

Kürzlich war ich in Frankfurt um mich auf der Papiermesse "Paperworld" umzusehen Dort habe ich einiges an Material und Kuriositäten bewundert. Die integrierte "Creativeworld" fand ich allerdings ziemlich gruselig. Kreativität besteht für mich nicht aus glitzerbunten vorgefertigten Plastik-Bastelsets. Ich konnte schon als Kind nichts mit "Malen nach Zahlen" anfangen. Aber jedem das Seine und den größten Brocken der gierigen geschmacklosen Industrie, die dahintersteckt und zum KaufenKaufenKaufen anregt ;-)

Was richtig gut war: das Ledermuseum in Offenbach! Auf den ersten Blick etwas altbacken und klein, auf den zweiten Blick hat es eine umfangreiche Sammlung an Exponaten von vor 6000 Jahren bis heute, die gute Einblicke in Design, Verarbeitung und Nutzung der verschiedenen Tierhäute bietet. Die Aktenmappen von Napoleon Bonaparte und seiner Schwester aus grünem Leder, das mit kleinen goldenen Bienen verziert war, haben mir besonders gut gefallen. Das Buchbindehandwerk, vor allem die Ledereinbanderstellung, wird auch sehr anschaulich erklärt. Und zum Thema Artenschutz gibt es auch einiges zu sehen.
Besonders ausgeklügelt ist das Beleuchtungssystem des Museums: man steht im Dunkeln. Die historischen Naturexponate vertragen natürlich kein Dauerlicht und ich war froh eine Taschenlampe dabei zu haben. Irgendwann ging mir dann aber ein Licht auf *ha ha* und ich entdeckte die geschickt versteckten Schalter – an, über oder zwischen den Vitrinen. Kam man aus einer anderen Richtung in den Raum als vorgesehen, fand man meist keinen Schalter. Da es aber keinerlei Leitsystem oder irgendeinen Hinweis gab, glich der Museumsbesuch der Schnitzeljagt in einer Höhle.
Mir hat es gefallen.

31 Januar 2014

Grüne Bücher


Da hat sich jemand sehr gefreut, als ich ihr diese beiden handgebundenen Blancobücher mit grünem Wachsbatik-Klappeinband geschenkt habe. Besondere Dinge für besondere Menschen.

20 Januar 2014

Capitalis Rustica – eine Herausforderung


Im Herbstsemester 2013 entstand mein Kalligrafie-Übungsbuch für die Rustica – eine Schrift, die im 1. Jahrhundert n. Chr. aufkam und dann ein paar hundert Jahre lang geschrieben wurde. Sie lässt sich zwar mit Übung irgendwann einigermaßen flüssig schreiben, aber die vielen Federdrehungen sind wirklich eine Herausforderung und man muss sich immer erst einschreiben und sehr konzentrieren. Ein simples "I" bekommt z. B. schon 2 Drehungen: die Bandzugfeder oben im Winkel von ca. 45 Grad ansetzen und dann beim Ziehen eindrehen (der Strich wird in der "Taille" schmaler) und nach unten zum Fuß wieder aufdrehen. Dafür muss die Feder sehr steil in der Hand gehalten werden, die Drehung erfolgt zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, der kleine Finger berührt zur Führung leicht das Papier. Ansonsten würde die Schrift viel zu grob und die Feder bliebe im Papier stecken.
Am Anfang ist es als würde man ganz neu das Schreiben erlernen, das ist natürlich erstmal frustrierend und man bekommt Krämpfe in der Hand und Falten auf der Stirn. Aber nach einiger Zeit stellen sich dann die Erfolge ein, man merkt, dass es einfacher wird und das ist toll.

Ich hab primär wasserlösliche Walnusstinte benutzt, man rührt sie aus einem Granulat an oder stellt sie selbst her. Die Brauntöne passen sehr schön zu so einer alten Schrift.

13 Januar 2014

»Ndidi O«-Plakat

Für die Deutschland-Tournee der kanadischen Künstlerin Ndidi O hatte ich schon vor einiger Zeit die Ehre die Plakate zu gestalten. 2014 ist es wieder soweit: Ndidis neues Album »Dark Swing« erscheint im Februar und sie gibt ein paar Konzerte bei uns.
Ich mag ihre Stimme und den Jazz-Blues-Folk-Mix mit allerlei lebendigen Sprenkeln aus anderen Musikrichtungen und Ländern. Hört mal rein!

06 Januar 2014

Frohes neues Jahr!

Ich hab mich sehr über die viele gedruckte und handgeschriebene Weihnachtspost gefreut. Falls jemand unsicher ist, wie man diese ganzen Feiertagsgrüße richtig schreibt, gibt es im "Sprachpingel-Blog" zum Thema "Weihnachten" und zum "frohen neuen Jahr" nützliche Informationen. Bookmarken und Ende des Jahres kurz angucken.
Ich mach das auch so :-)

Mein Lieblingsmotto, nicht nur in diesem Jahr, stammt aus der Feder des großartigen Walt Disney: »Was Du träumen kannst, kannst Du auch machen«. Als kleines Bild auf Leinwand könnt Ihr es bei seagullswing.de bekommen.

30 Dezember 2013

X-Mas Ticket

Als Feiertagsgruß des Planetarium Hamburg hab ich 2013 ein Ticket mit Tannenbaum-Barcode gestaltet.

24 Dezember 2013

Buchtipp 24/24

Zu Weihnachten besuchen wir den Louvre. Einmal durch den Louvre ist ein kreativer Rollentausch in Comicform von David Prudhomme. Wer betrachtet hier eigentlich wen?

Ich hoffe meine 24 Buchtipps waren inspirierend für Euch.
Und jetzt wünsche ich allen FROHE WEIHNACHTEN!

23 Dezember 2013

Buchtipp 23/24

Architektier: Baumeister der Natur. Ein Fotobildband von Ingo Arndt. Tiere können wirklich erstaunliche Bauten zaubern. Wunderschöne Bilder verleiten uns beim Betrachten zu vielen Ahhhs und Ohhhs. Ein Buch, was man am besten sich selbst schenkt :-)

22 Dezember 2013

Buchtipp 22/24

Pop-up: Design und Konstruktion. Wer die Pop-up Technik nicht nur bewundern, sondern auch lernen möchte, für den ist das das richtige Buch. Es erklärt die Falttechniken und -mechanismen und enthält viele praktische Übungen. Und dann fängt es an richtig Spaß zu machen.

21 Dezember 2013

Buchtipp 21/24

Meret Oppenheim – Eine Einführung ist eine kompakte Reise durch Leben und Werk der deutsch-schweizerischen Künstlerin. Ihre mit Fell überzogene Teetasse kennt vermutlich jeder.

20 Dezember 2013

Buchtipp 20/24

Drawing Lab for Mixed-media Artists greift in die volle Inspirationskiste. Ein sehr anregendes, lebendiges Buch voller Tipps aus verschiedenen visuell-kreativen Bereichen. Macht einfach Spaß und erweitert das eigene kreative Spektrum.

19 Dezember 2013

Buchtipp 19/24

Das kleine Rockbuch ist eine Graphic Novel von Hervé Bourhis über die Geschichte der Rockmusik. Interessant, unterhaltsam und sicher ein schönes Geschenk.

18 Dezember 2013

Buchtipp 18/24

Buchbinden – vom Handwerk zur Kunst: Schritt für Schritt zum eigenen Buch. Ein nützliches und anschauliches Buch für alle mit Ambitionen Bücher zu binden oder einfach lose Seiten kunstvoll zusammenzuführen.

17 Dezember 2013

Buchtipp 17/24

2D - Visuelle Wahrnehmung ist ein Buch, was ich spannender als jeden Krimi finde. Es geht darin um elementare Phänomene der zweidimensionalen Wahrnehmung.

16 Dezember 2013

Buchtipp 16/24

Krawinkel & Eckstein sind auf den Spuren von Piet Mondrian. Ein schönes Kinderbuch in dem man auch ein paar Dinge über Kunst lernt.

15 Dezember 2013

Buchtipp 15/24

Das Ideenbuch Landart von Marc Pouyet enthält 500 Inspirationen für die Gestaltung in und mit Natur. Das hat wenig mit Gartenlandschaftsbau zu tun, sondern mit flüchtiger Kunst, die in vielen schönen Fotos festgehalten wurde.

14 Dezember 2013

Buchtipp 14/24

Das Buch handelt von der Technik und Geschichte des Scherenschnitts und ist eher praktisch aufgebaut. Wer die Geduld zum filigranen Schnippeln hat: nur zu :-)

13 Dezember 2013

Buchtipp 13/24

Baby’s in black – The Story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe ist eine Graphic Novel von Arne Bellstorf, die uns in die 60er Jahre und die Subkultur in Hamburg eintauchen lässt.

12 Dezember 2013

Buchtipp 12/24

Die Uhr von Uwe Tellkamp ist ein wunderschön gestaltetes Buch mit Grafiken von Andreas Töpfer. Davon gibt es auch ein Buchobjekt in limitierter Auflage. Ein schönes Geschenk für Uhrensammler und Zeitreisende.

11 Dezember 2013

Buchtipp 11/24

The Creative License: Giving Yourself Permission to Be the Artist You Truly Are
Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ein wunderbar illustriertes Buch, was das zarte Künstler-Ego stärkt und motiviert seine künstlerische Ader auszuleben und ihr mehr Beachtung zu schenken.

10 Dezember 2013

Buchtipp 10/24

Muster zeichnen um den Kopf frei zu bekommen, das ist für mich "Zentangle". Übersetzen kann man es in etwa mit "meditativem Kritzeln".
Es ist eigentlich ganz egal welches Zentangle-Buch man sich kauft, sie haben alle den gleichen anregenden Effekt und machen Spaß. Hier sind ein paar Beispiele:
One Zentangle a day oder The Art of Zentangle: 50 Inspiring Drawings, Designs & Ideas for the Meditative Artist oder Zentangle Basics oder Yoga for Your Brain with Zentangle oder ...

09 Dezember 2013

Buchtipp 9/24

Le petit théatre de Rébecca ist das schönste Buch, was ich besitze. Wunderbare Illustrationen und "Scherenschnitte" zaubern eine Theateratmosphäre. Man muss nicht unbedingt französisch verstehen um es zu genießen. Viele der Figuren sind bekannt. Weil es so filigran ist – nichts für Kinderhände ;-) Hier kann man das Buch in Bewegung bewundern.

08 Dezember 2013

Buchtipp 8/24

The Art of Urban Sketching: Drawing on Location Around the World. Das ist ein Buch, was einfach schön anzusehen ist, auch wenn man gar nicht vorhat unterwegs zu zeichnen. Ein "Coffee Table Book" für jeden.
 – Zu den amazon-Links im Blog: die Vorschau ist da oft gut. Aber bestellen und kaufen würde ich Bücher im lokalen Buchladen, sonst gibt es den bald nicht mehr! – »Support your local dealer«

07 Dezember 2013

Buchtipp 7/24


Frank Berzbach weiß aus eigener Erfahrung was es bedeutet kreativ zu sein. Er hat 2 nützliche Bücher für angestellte und selbstständige Designer geschrieben: Kreativität aushalten: Psychologie für Designer und Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen

Man kann die Bücher komplett lesen und bekommt wirklich viele gute Tipps und Einsichten. Als Nachschlagewerk oder um darin zu stöbern sind sie auch gut geeignet. Erschienen im wunderbaren Hermann Schmidt-Verlag.

06 Dezember 2013

Buchtipp 6/24

Heute am Nikolaustag stelle ich hier ein ganz besonderes Buch vor. Es wird Euer eigenes Buch und entsteht 2014.
Ab dem 1. Januar könnt Ihr mit Künstlerin Tamara Laporte (willowing) und 22 Gastlehrern einen Kunst-Online-Workshop absolvieren um in verschiedenen Techniken die Seiten für Euer "Life Book 2014" zu gestalten. Guckt Euch die Filme und Bilder auf ihrer Website an.
Wenn das nicht inspirierend ist …

05 Dezember 2013

Buchtipp 5/24

Kalligrafische Sinfonien von Schriftkünstler Gottfried Pott ist ein wunderbares Buch für alle, die inhaltlich tief in das Thema Kalligrafie eintauchen wollen.

04 Dezember 2013

Buchtipp 4/24

Wasserfarbe für Gestalter von Illustrator Felix Scheinberger ist ein unterhaltsames und schönes Buch mit jeder Menge guter Tipps für den gezielten und effektvollen Einsatz von Farbe in Zeichnung und Gestaltung.

03 Dezember 2013

Buchtipp 3/24

Der Klassiker von Schriftkünstlerin Denise Lach in Neuauflage: Schriftspiele. Ein inspirierendes Buch, das das meist geklaute Buch der Frankfurter Buchmesse 2009 sein soll. Um Lesbarkeit geht es hier sicher nicht, eher darum was man aus künstlerischer Sicht alles so mit Schrift anstellen kann. Rhytmus, Textur und verschiedenste Schreibwerkzeuge spielen die Hauptrolle.

02 Dezember 2013

Buchtipp 2/24


Heute möchte ich 2 Bücher der umtriebigen Buchkünstlerin, Illustratorin und Organisatorin Elisa Pellacani vorstellen, denn Ihr habt Glück, wenn Ihr eins davon noch irgendwie ergattern könnt. Die Bücher sind ein dreisprachiges Sammelsurium mit Ideen, Skizzen und Bildern von handgemachten Büchern vieler Künstler.

Use a book und The new book Es gibt noch mindestens ein weiteres, aber der Titel fällt mir nicht ein.

Elisa trifft man auf kleinen Messen für handgemachte Bücher in ganz Europa. Z.B. auf der FERIA DE LAS ARTES DEL LIBRO in Barcelona am 23.4.2014.

01 Dezember 2013

24 Buchtipps

Heute startet der diesjährige Deichgrafikerin-Adventskalender. Diesmal gibt es 24 kreative Buchtipps. Viel Spaß!

Ich starte mit einem Buch, was ich noch nicht habe, aber was einen sehr guten Eindruck macht in der Vorschau.
Drawing Ideas: A Hand-Drawn Approach for Better Design

26 November 2013

Laufrichtung – was ist das?

Maschinell produziertes Papier hat eine Laufrichtung – handgeschöpftes dagegen nicht.

Die Laufrichtung entsteht im Produktionsprozess bei dem die nasse Papierpulpe auf Bändern mit Sieben läuft. Dabei richten sich die Fasern automatisch parallel zur Laufrichtung aus.
Beim Papierschöpfen hingegen rüttelt man das Sieb in alle Richtungen, so dass sich die Fasern kreuz und quer ausrichten.

Eine große Bedeutung hat die Laufrichtung beim Falzen oder Nuten. Wird versehentlich quer zur Laufrichtung gefalzt, bricht das Papier unschön auf, die Druckfarbe kann dort abplatzen. Das Falzen längs, also parallel zur Laufrichtung ist dagegen richtig.
Leider halten sich nicht einmal professionelle Druckereien immer daran: um Papier zu sparen und möglichst günstig zu produzieren liegen die Nutzen so wie es besser passt auf dem Druckbogen. Wenn Ihr also mal etwas von der Druckerei bekommt, was am Bruch sichtbar bricht, dann ist das ein Grund zur Reklamation.
Manchmal sieht man falsch-gebundene Taschenbücher, das ist mir früher vor allem bei Englischen Paperbacks aufgefallen. Sie lassen sich schlecht öffnen, sehen unschön und wellig aus.

Die Laufrichtung ist auch wichtig wenn es um Ausdehnung und Feuchtigkeit geht. Ein Buchbinder arbeitet (nicht nur wegen des oben beschriebenen Problems beim Falzen) immer mit Papier in der gleichen Laufrichtung. Denn beim Kleben dehnt sich Papier parallel zur Laufrichtung ganz anders aus als quer zur Laufrichtung und alles würde wellig werden und nicht mehr zusammenpassen.
Das spielt natürlich auch beim Tapezieren eine Rolle (schönes Bild ;-) Aber man sollte davon ausgehen, dass Tapetenhersteller sich an die Laufrichtung halten.

Wir kann man die Laufrichtung feststellen?

Sehen kann man sie an der Struktur nur bei Vorsatzpapier wenn man es gegen das Licht hält (Linien werden sichtbar).
Bei allen anderen Papieren kann man es spüren. Man nimmt ein quadratisches Stück Papier (5x5 cm reicht schon) und biegt/rollt es leicht zusammen. Da wo es leichter geht – das Papier also biegsamer und weniger sperrig reagiert – ist die Laufrichtung. Sie läuft parallel zum gerollten Papier. Der Test funktioniert bei dünnem und dickem Papier.
Wenn man sich noch nicht sicher ist, dann kann man das quadratische Test-Papier anfeuchten. Es wird sich leicht aufrollen und die Rolle zeigt uns auch hier die Laufrichtung an.
Den Reißtest kennen vermutlich die meisten: reißt man mal einen Artikel aus der Zeitung bemerkt man, dass das Papier in einer Richtung ziemlich gerade reißt (mit der Laufrichtung) und in der anderen zackig (quer zur Laufrichtung).
Bei handgeschöpften Papieren ist die Sache ja klar: es hat keine Laufrichtung, wie schon oben beschrieben.

Wer mehr wissen möchte, hier sind ein paar informative Links:
PapierUnion
Papier & mehr
Papyrus