16 Januar 2017

Das neue »Queenz of Piano« Artwork

 
Für die wunderbaren »Queenz of Piano« habe ich 2016 ein Logo, Plakate und Promotion-Folder gestaltet. Anne Folger und Jennifer Rüth wollen sich neu positionieren und es gab einiges zu tun.

Den 6-seitigen Folder im Wickelfalz haben wir 5c gedruckt, also 4-farbig Euroskala plus die Schmuckfarbe Gold. Ich fand die Kombination eines 4c-simulierten Goldtons mit einem Vollton-Gold dabei spannend, denn bei jedem Licht wirken die goldenen Partien unterschiedlich. Es ist ein dezenter, eleganter Effekt, da ich es nur in Details eingesetzt habe, wie bei Linien und einzelnen Wörtern.


Der Einleger mit den Tourdaten ist im Format etwas kleiner und aus dickem Transparentpapier. Wenn sich Daten ändern, dann muss nicht der ganze Folder neu gedruckt werden, sondern nur der Einleger. Eine effiziente Lösung.

Und hier seht ihr einige goldene Details und das neue Logo:
Die Silhouette der beiden im Klavierkorpus posierenden Künstlerinnen erinnert an Bond-Girls. Drama, Baby!



09 Januar 2017

Ganz großes Kino!

 
Ende 2016 flatterte ein hübsches Kultur-Projekt auf meinen Tisch. *

Ich durfte eine Kampagne für 4 besonders schöne Premierenkinos in Berlin, Hannover und Köln gestalten.

KINOS … ich liebe Kinos!

Aus meinen zahlreichen Entwürfen entschied man sich für ein recht klassisches Motiv (das mit dem Vorhang).



Ich zeige euch aber noch ein paar der anderen Motive, die rausgeflogen sind. Vom Aufmerksamkeitswert her hätte ich mich wohl anders entschieden. Deshalb war es sinnvoll dem neuen Kunden, den ich kaum einschätzen konnte, erstmal einigen Stoff zu liefern.
Es ist eine plakative Eierlegendewollmilchsau: Im Vordergrund steht jeweils das schöne Kino und der Servicegedanke, aber auch der Film, der zum Jahreswechsel auf dem Programm stand. Trotzdem müssen optisch Prioritäten gesetzt werden um den Blick zu leiten. Das kann man nicht immer jedem Kunden vermitteln. Ich denke das hat hier aber ganz gut geklappt.




* Wunderbarerweise wieder über eine Empfehlung. Langsam glaube ich, dass ich dieses Akquise-Thema nie richtig lernen werde ...


03 Januar 2017

Das neue Jahr mit Kunst begrüßen.

 
Ich zeig euch einfach mal was mir heute beim Besuch verschiedener Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle besonders gefiel.

Das ganze Haus hat sich nach dem umfangreichen Umbau positiv verändert. Es atmet jetzt viel mehr, wirkt aufgeräumter und die Kunst hat Licht und Raum um von uns genossen zu werden.

Was gibt es schöneres, als stundenlang durch eine Kunsthalle zu schlendern und sich hier und da überraschen zu lassen. Z.B. von einer Garderobenmarke, die mir die Antwort auf die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" gab. 


Eigentlich war ich gezielt wegen 2 Ausstellungen in der Hamburger Kunsthalle. Aber bei den Surrealisten war es proppevoll und ich habe festgestellt, dass mich die Kunstrichtung auch nicht mehr so reizt. Magritte, Dalí, Arp, Picasso, Miró, Ernst, Duchamp …
Aber dann war da dieses klitzekleine zauberhafte Werk von André Breton (1896-1966), was mich ansprang: "Ich habe den Kommandanten Lefebvre des Noettes aus der Nähe gegrüßt, Objektgedicht, 1942" (links). Und die "Studiotür, 1939" von Man Ray (1890-1976) mochte ich auch sehr (rechts).


Ich bin dann aber vor den Menschenmassen geflüchtet und haben mir die Spurenlese angesehen. Dort gab es Zeichnungen und Aquarelle vom 16. bis 19. Jahrhundert. Erstaunlich mit welchen einfachen Mitteln beeindruckende Bilder entstanden. Wenn ich daran denke was wir heute im Kunstbedarf für Werkzeuge und Mittelchen haben. Braucht man alles nicht. Feder, Tinte, Kohle, Graphit, Aquarell, Papier und Schluss.
Ich hab mir fest vorgenommen beim nächsten Besuch einer Ausstellung meine Lesebrille mitzunehmen. Manche Zeichnungen sind so filigran und klein, dass man sich fragt wie sowas möglich ist.
Bei diesem Bild (oben) sieht man wie wirkungsvoll es ist, wenn uns der Künstler nur das zeigt, was ihm gerade wichtig ist. Der Rest wird nur angedeutet. Ich liebe es! Und es ist gar nicht leicht in unserer bildüberfluteten Zeit unwichtige Dinge auszublenden und sich beim Zeichnen zu fokussieren. Ich weiß, wovon ich spreche ;-)


Dann war ich noch in der Galerie der Gegenwart und habe mir Zeichnungsräume II angesehen. Eine großartige Ausstellung zeitgenössischer Graphik, die noch bis zum 21. Mai 2017 läuft. Sehenswert sind auch die Animationen, die gezeigt werden.


Und ich stolperte noch über diesen schönen Ferdinand Hodler (1853-1918) …

… und fand mich in einem Raum mit Werken Hamburger Künstler des "Hamburgischen Künstlerclubs" und der späteren "Hamburgischen Sezession" wieder. Deutsche Maler, die vom französischen Impressionismus und später Expressionismus beeinflusst wurden und die ich immer spannender finde.


Julius von Ehren (1864-1944) hat diese "Möwen an der Alster" gemalt. Die Häuser im Hintergrund (Speicherstadt?) habe ich jetzt erst auf dem Foto wahrgenommen. Live beeindruckten mich vor allem die Dynamik der Möwen und die Farben (warmgrau/kaltgrau/schwarz).

Wunderbar fand ich diese Frühlingsszene von Ernst Eitner (1867-1955). Das Bild stellt die Menschen (seine Familie) lebensgroß dar. Es ist als würde man aus einer Terrassentür in den Garten gucken.

Und dann waren da noch die neuen Piktogramme und das gelungene Leitsystem der Kunsthalle. Für mich als Grafikerin ist das natürlich auch eine Kunstform, die Beachtung verdient.

Geht doch auch mal wieder in eine Ausstellung oder ein Museum und lasst euch beeindrucken und inspirieren.

Ich wünsche euch ein fantastisches Jahr 2017!

06 Dezember 2016

Hühnerhimmel

 
Dass ich mich gern mit Sternen, Planeten und Himmelsereignissen beschäftige, hat sich ja herumgesprochen. Meine neueste Entdeckung auf diesem Gebiet ist der »Hühnerhimmel« unserer nördlichen Hemisphäre (coelum gallus gallus).

Vermutlich ist er nur wenigen unter euch bekannt. Deshalb habe ich ihn einmal skizziert und die wichtigsten Sternbilder bezeichnet.

(Aquarellfarben, Maskierstift, weißer Gelstift)

21 November 2016

Hör auf deine lettische Oma!

 
Flat Fair 2016 ist vorüber. Wir sind happy. Unser erster gemeinsamer Markt war megaschön und ein voller Erfolg. Tolle Stimmung, tolle Leute, gute Verkäufe, schöne Gespräche, lecker Kuchen.
Ich hätte gern noch länger mit vielen wunderbaren Menschen gesprochen, die ich teilweise ganz lange nicht gesehen habe. Aber ich war nonstop in Action, kam kaum mal aufs Klo.
Alle sind sich einig: Flat Fair machen wir 2017 wieder :-)

Hier sind ein paar Impressionen von den Beteiligten, den Ständen und den Gästen an diesem besonderen Tag.


Die meisten wissen gar nicht, was ich, außer Grafikdesign, noch so mache. Es gibt eigentlich eher wenig, was ich NICHT mache. Hier konnte ich zumindest einen Teil davon zeigen. Keramik, Kalligrafie, Karten, Collagen, Illus, Schachteln, Leporellos, Schmuck, Gefilztes ... (für größere Holzarbeiten oder zum Fliesenlegen und Wändebemalen war leider kein Platz ;-)



Und was hat es mit der Oma auf sich?
Meine lettische Oma konnte sich nicht merken, dass ich Grafikdesign studiert habe. So hat sie dann allen erzählt, dass ihre Enkelin Keramikerin ist. Irgendwie hatte sie ja Recht, weil ich das auch mache seit ich klein bin. War mir nur damals nicht bewusst, dass ich es irgendwann auch gewerblich nutzen würde. Sie wusste mehr.


07 November 2016

Sivan Talmor Plakate

 
Die israelische Sängerin Sivan Talmor (The Voice Israel 2012) ist mit Sicherheit ein Ausnahmetalent. Ihre Stimme und Live-Bühnenpräsenz sind faszinierend, und das Album FIRE hat es der Kritik auch ziemlich angetan.

Wäre ich im Dezember im Kölner Raum unterwegs, dann würd ich mir das Benefizkonzert sicher nicht entgehen lassen. Sivan Talmor mit Gabby Young im Doppelprogramm! Und das in der Pampa in einem kleinen Saal. Bestimmt ein großartiger Abend.

Für die Plakate, die auch auf der späteren Tour genutzt werden, habe ich aus FIRE deutlich ICE gemacht. Zum neuen weißhaarigen Look von Sivan und den winterlichen Fotos passt es gut und setzt einen schönen Kontrast zur eigentlichen Bedeutung des Wortes. In den Konzerten wird man ganz sicher in alle Aggregatzustände versetzt und fließt am Ende glücklich aus dem Saal, während die Ohren noch rauchen.


Hier sind noch andere Entwürfe, die ich vorgeschlagen hatte. Aber der eisige gefiel allen Beteiligten am besten. Mir auch.

31 Oktober 2016

Mein kreatives Erfolgsteam

 
Vor genau 2 Jahren hatte ich eine richtig gute Idee (nicht, dass das sonst nie der Fall wäre ;-) Ich brachte ein paar besondere Menschen zusammen. Vielleicht ist das ja etwas, was in ähnlicher Art auch für euch gut passt.
Als alter Fan von Erfolgsteams war ich selbst Mitglied in welchen und habe, im Rahmen des Woman Entrepreneur Club, anderen geholfen ein Team zu gründen oder zu finden.
So schrieb ich also meine Auserwählten erstmal einzeln an:

Lieber XY; 

ich habe eine Idee und möchte sie mit Dir teilen. 

Mir schwebt eine sich unterstützende Gruppe kreativer Menschen vor, die sich alle 2 Monate an einem festgelegten Nachmittag/Abend bei mir trifft. 
Um: die eigenen Arbeiten oder Ideen zu bewundern, zu besprechen, wertzuschätzen, konstruktiv zu kritisieren, Brainstorming zu machen, Probleme zu lösen, Denkblockaden zu umschiffen, sich Motivation zu geben und zu holen, Feedback zu bekommen, seinen Horizont zu erweitern, zu plaudern. 
Nicht: gemeinsam kreativ sein, aber vielleicht schon mal planen eine Ausstellung zusammen zu besuchen, Kurse, Theater oder einen Ausflug zu machen. 
Eher eine Art kreatives Erfolgsteam, aber ohne die starren Regeln. Man kann also auch ohne »Hausaufgaben« kommen und einfach nur andere unterstützen oder Termine aussetzen, wenn es nicht passt. Die die kommen, sind die Richtigen. 
Verschiedene Disziplinen: Kunst(handwerk), Musik, Text … Menschen, die regelmäßig kreativ tätig sind oder es sein möchten. Pushing Creativity. 
Egal ob mal nur 1-2 kommen, oder 5-6. Schon eine eher kleine Runde, Vertrauen, Wachstum, Spaß. 

Ich hab gemerkt wie gut es ist sich mit ganz bestimmten Menschen kreativ auszutauschen und einige gehen jetzt den »Weg des Künstlers« von Julia Cameron oder kennen das Buch oder sind eine Bereicherung. Ich hab aktuell 6-7 Menschen auf dem Zettel, die gut passen würden und stelle die Gruppe behutsam zusammen. 

Ich möchte das erste Treffen im November machen. Finde Samstag gut, ca. 16-20 Uhr. also 1.11., 10.1., 7.3. … 
Hast Du Interesse? Ich würde mich freuen. 

Happy sunday 
Katja 

Alle sind gekommen und ergänzen sich tatsächlich sehr gut – und wir tun seitdem genau das, was vor 2 Jahren meine Vision war. Unser Arbeitstitel ist »Die Talentierten«.
Mal sind wir zu viert, mal bis zu neun. Ich kümmere mich immer um die Getränke und die Truppe bringt Leckereien mit. Auch darin sind sie kreativ.
Wir unterstützen uns und geben Feedback wo gewünscht und kleine Schubser oder etwas zum darauf Herumkauen, auch wenn nicht immer gewünscht. Wir lernen voneinander und wachsen mit unseren individuellen Herausforderungen. Manchmal setzen wir auch gezielt bestimmte Kreativtechniken ein, um Probleme zu lösen. Und manchmal springen wir in den See, wenn es auf der Picknickdecke im Sommer zu heiß wird.

Ein fester Bestandteil ist »Crazy Eieruhr« (oben im Bild). Er ruft zu Disziplin, damit wir nicht zuviel anderes bereden. Je nachdem wieviele wir sind wird die Zeit gerecht aufgeteilt. Und wer aktuell nichts zu bereden hat, der lässt es einfach. Durch den 2-Monatsrhytmus haben wir aber meist alle etwas zu berichten und sind neugierig auf die Entwicklung der anderen. Vor allem machen die Treffen sehr sehr viel Spaß.

Nun haben wir sogar ein gemeinsames Projekt: einen kleinen Markt auf einer Altbau-Etage. Wir haben ihn »FLAT FAIR - Besondere Geschenke« genannt. Es gibt viel zu gucken, zu schnacken und zu snacken (Kuchen).
Anhänger, Backmischungen, Becher, Bilder in allen Größen, Buttons, Fotoleinwände, Kalender, Kalligrafie, Keramikschalen, Leporellos, Lichtgläser, Ohrringe, Poster, Postkarten, Ringe, Schachteln, Siebdruck, Taschen, Verlängerungen, Weihnachtskarten …
Kommt vorbei und trefft uns da.
FLAT FAIR – 19. November, 13-19 Uhr, Lindenallee 59, 20259 Hamburg 





Ich kann es nur jedem ans Herz legen, so ein Team zu bilden, was wirklich gut zu euch und euren spezifischen Zielen passt. Diversität ist schön und macht oft Sinn – auch im Erfolgsteam. Aber ein tieferes gegenseitiges Verständnis für eure Branche hat große Vorteile. Und auch in so einem eher homogenen Team sind alle Mitglieder noch unterschiedlich genug um euch Unmengen von Inspiration zu liefern.

17 Oktober 2016

Flyer für exklusive Locations

 
Für diesen Flyer habe ich vom Kunden ganz wunderbar stimmungsvolle Winterfotos bekommen. Hier werden exklusive Event-Locations beworben – zauberhafte deutsche Schlösser.

Die ersten Entwürfe habe ich als 6-seitigen Wickelfalzflyer gestaltet, Endformat A5 hoch. Wir haben dann aber später einen Altarfalz genommen, wodurch das Endformat A5 quer entstand mit 2 Flügelseiten. Das passte besser zum sonstigen Corporate Design des Kunden.

Sich in ein bestehendes CD einzuarbeiten ist immer spannend. Als Designer muss ich viele Fragen stellen und bin immer froh, wenn es ein brauchbares Design Manual gibt. Wir benötigen einige Informationen, die uns eine Marketingabteilung nicht immer geben kann, da sie nicht unbedingt wissen was für uns relevant ist.
In diesem Fall lief die Kommunikation hervorragend.


09 Oktober 2016

Gabby Young Plakate

 
Die wunderbare Gabby Young kommt im Dezember für eine kleine Wintertour nach Deutschland. Die Plakate für »wide awake winter nights« habe ich gestaltet, als wir hier gerade um die 30 Grad hatten. Dafür habe ich mich ganz selbstlos mit Eisessen  in die passende Stimmung gebracht.
Wer Gabby mit feuerrotem Haar kennt muss zweimal hingucken. Momentan hat sie schneeweiße Haare.

Mein Lieblingsentwurf ist der bläuliche mit der rot-weißen Schrift. Die Schneeflocken sind zum Teil kleine winterliche Icons. Verspielte, überraschende Elemente, die ich auch in ihrer Musik wiederfinde.
Mit Gabbys neuem Schriftzug konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, aber manchmal muss man eben Kompromisse machen :-)

07 Oktober 2016

Kalligrafie & Meer – Objekte

 

Wenn ich aus Collagen Faltleporellos mache, oder sie zerschneide und neu zusammennähe, dann kann ich sie entweder platzsparend ins Regal stellen, oder dekorativ an die Wand hängen. Diese Objekte sind beidseitige Collagen, d.h. ich kann sie auch mal andersherum aufhängen. Sie sind im Seezeichen-Workshop auf Sylt entstanden. Konzept und Intuition flossen munter ineinander.



Besonders gut gefällt mir die Jalousiebindung, die ich von Marí Bohley gelernt habe. Wichtig ist, dass man mit lichtechten Farben arbeitet, da sonst alles mit der Zeit verblasst. Auch die Qualität des Kleisters und des Leims spielt eine Rolle.


Ich hab auch noch Objekte gestaltet, die wie Mobiles frei im Raum hängen. Sie haben in der Mitte nur einen Faden, so dass sie sich im Windzug drehen.



Am Ende des Workshops hatten wir eine kleine Ausstellung und besonders unsere Wandobjekte kamen gut an. Ich war zwar nicht bereit meine zu verkaufen, da es sehr persönliche Erinnerungen sind, aber ich denke darüber nach so etwas als Auftragsarbeiten zu gelieferten Themen für Liebhaber künstlerischer Papierarbeiten zu gestalten.

19 September 2016

Das Haus am See

 

Ich weiß nicht, wie es euch damit so geht, aber für mich ist die Umgebung in der ich arbeite ein ganz wichtiger Faktor, der Einfluss auf meine Kreativität und die Qualität meiner Arbeit hat.
Ich finde es genauso wichtig an dem Ort zu arbeiten, der einem gut tut, wie mit und für die "richtigen" Menschen zu arbeiten – und wenn möglich auch noch im passenden Biorhytmus und mit Pausen. Das geht nicht immer, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel :-)

Ich brauche viel Grün um mich herum oder die Möglichkeit Weite zu erleben. Das geht sehr gut am Wasser. Kreative Blockaden kenne ich kaum und ich kann mir vorstellen, dass das mit daran liegt, dass ich in der Umgebung bin, die mir gut tut.
Seit ein paar Jahren ist das das alte »Haus am See« in der Elbmarsch bei Hamburg. Hier ist es zu jeder Jahreszeit schön und ich kann drinnen und draußen arbeiten. Wenn ich Layouts und Skizzen mache, etwas zeichne, konzipiere oder Texte schreibe, dann bin ich dabei oft im Garten. Die Wolken spiegeln sich im See, die Vögel singen, ab und zu kommen die Hühner vorbei. Wenn euch so ein Ort auch reizt, dann könnt ihr ihn hier finden – ob für eine kleine Auszeit oder für entspanntes Arbeiten. Seit September vermiete ich Ferienzimmer und die ersten zufriedenen Gäste waren schon da. Guckt es euch mal hier an.

Und wo arbeitet ihr am liebsten?

13 September 2016

Kalligrafie & Meer – Happy waxing!

 
Ich hab eine neue Lieblingstechnik, die ich im Workshop auf Sylt kennengelernt habe. Dabei werden Motive mit heißem Wachs überzogen.

Wir haben zuerst auf Graupappe und Holzkörper Collagen gestaltet. Wichtig ist, dass der Untergrund nicht zu flexibel ist, Leinwand oder Papier wäre ungeeignet. Auf die Collagen haben wir dann noch etwas geschrieben und wo es passend erschien Farbe zugefügt. Unterschiedliche Strukturen wirken sehr schön, also ganz raue Kreide kombiniert mit klarem Fineliner.


Nach dem Trocknen haben wir dann Paraffin im Kochtopf sehr heiß werden lassen und mit einem breiten Pinsel zügig aufgetragen. Das Wachs muss flüssig und klar wie Wasser werden, denn dann hat es eine höhere Transparenz. Weniger heißes Wachs ist weißer, so dass vom Motiv darunter weniger zu erkennen ist.


Nachdem das Wachs dann fest ist, kann man etwas hineinritzen und in diese Bereiche vorsichtig Ölfarbe einarbeiten. Wasserbasierte Farben würden vom Wachs abperlen. Überschüssige Ölfarbe wird mit ölhaltigen Reinigungstüchern entfernt (Babyfeuchttücher gehen prima), so dass nur die Kratzer deutlich sichtbar sind.

Ich habe weiße oder schwarze Ölfarbe genommen. Der Effekt ist eine interessante Tiefenwirkung. Die Kratzer erscheinen im Vordergrund und Details in der Collage treten in den Hintergrund. Dazu sieht alles noch ganz schön unter Patina gealtert aus und Farben schmelzen sanft zusammen. Ein großer Spaß! Und ich habe viele Ideen, was ich mit dieser Technik noch machen möchte.

16 August 2016

Kinderkram: Kreativ-Projekt

 
In den Ferien hab ich ein paar schöne kreative Projekttage mit den Kindern veranstaltet.
Morgens waren erstmal alle ganz heiß darauf Lose zu ziehen. Wir hatten 3 Kategorien vorbereitet: Auf einem Zettel stand ein Projekt, auf einem ein Stichwort und auf anderen Farben. Unter diesem Thema stand dann unser Tag. Zum Beispiel »Streichholzschachtel-Leporello – Tiere – Rot«. Natürlich mussten wir uns nicht so eng daran halten, aber es war ein roter Faden, der sehr anregend war.



An dem Tag an dem wir neben dem Projekt noch die Stichworte »Grün – Schnee« gezogen hatten, wollten wir grünes Eis essen oder nur grüne Sachen anziehen. Am »Tiere-Tag« waren wir noch mit Eseln spazieren, was dann gut zum Fotoprojekt an einem anderen Tag passte, und haben einen passenden Film gesehen (Rio).



Der Basteltisch wurde jeden Tag aufgeräumt und es kam nur das jeweils passende Material drauf. Wir waren im Flow und haben stundenlang gebastelt. Da das Wetter nicht so umwerfend war passte das sehr gut. Sonst hätten wir aber auch im Garten gewerkelt.
Die Kinder kamen auf tolle Ideen und wir haben uns gegenseitig inspiriert und unsere Werke bewundert. Zwischendurch haben wir einiges gegoogelt und gelernt.



An einem Tag haben wir eine Flaschenpost gemacht: Briefe geschrieben, kleine Geschenke mit in die Flasche (Armbänder, Federn und Muscheln) und sind dann zum Elbstrand gegangen und haben sie reingeworfen. Ob sie schon durch Hamburg durchgeschwommen sind oder noch an einem Schleusentor oder einer Buhne hängen? Wir sind sehr gespannt ob sich ein Finder meldet :-)

09 August 2016

Perseiden-Grafik

 
Für das Planetarium Hamburg gestalte ich jeden Monat eine Grafik, die dann im Hamburger Abendblatt erscheint. Dieses Mal ist es ein Panorama auf dem ihr gut erkennen könnt wo die Perseiden ihren Ursprung haben (das ist der Sternschnuppenschauer zwischen Perseus und Cassiopeia aka Himmels-W im August). Klickt auf das Bild um es zu vergrößern.
Die gestrichelten Linien sind Sommerdreieck und Herbstviereck. Aber lasst euch die Details lieber von den Experten erklären.
Ich wünsch euch viel Erfolg beim Schnuppengucken in den nächsten Tagen!