28 Juli 2014

Eine Zigarrenkiste mit Innenleben

 
Man nehme ... eine alte Zigarrenkiste mit Verschluss, gutes Papier (wie z. B. Vorsatzpapier), Bilder, Farben, eine gute Idee und Zeit.


Das Leporello habe ich zuerst an die Zigarrenkistengröße angepasst, aber noch nicht gefaltet. Mein Konzept habe ich auf den später sichtbaren 15 Seiten verteilt, Material zusammengesammelt, in eine schöne Ordnung gebracht und dann den Hintergrund gestaltet, wissend, dass später vieles verdeckt wird.


Jetzt erst habe ich das Vorsatzpapier im Zickzack mit dem Falzbein sauber gefaltet und mein Collagematerial eingeklebt. Zum Schluß kamen mit Feder und Stiften die passenden Texte dazu und hier und da noch kleine Farbkleckse oder Stempelabdrücke.



Die Kiste habe ich innen mit Acryllack bemalt und außen mit Gesso, Airbrushfarbe, Tusche und etwas Glitzer gestaltet. Man muss darauf achten, dass der Deckel trotz der Farbe gut zu bewegen ist, deshalb hab ich die Seiten vorher etwas mit Schleifpapier bearbeitet.
Zum Schluss hab ich dann das Leporello fest mit Buchbinderleim in den Kistenboden eingeklebt, beschwert und gut trocknen lassen.
Voilá: ein geniales und einzigartiges Geschenk.

21 Juli 2014

Hausinschrift

 
Ein neues interessantes Projekt flatterte mir vor den Pinsel: eine Hausinschrift an einem Bauernhaus von 1780 soll erneuert werden. Bevor die alte Farbe mit Heißluftfön und Schmirgelpapier entfernt wird, habe ich alles dokumentiert. Es soll nach dem neuen Anstrich der Balken wieder genauso aussehen wie vorher und möglichst lange halten. Das bedeutet, dass ich es nicht optimieren darf, weder die Rechtschreibung, noch die Wortabstände oder die Schriftform.
Es wird trotzdem hinterher besser aussehen :-)

30 Juni 2014

Inselbücher auf Sylt III

In meinem Inselbuch habe ich Landkarten von imaginären Inseln erfunden. Das hat sich zuerst zufällig aus ein paar Klecksen auf dem Papier ergeben und entwickelte sich dann zu einer wahren Insel-Illustrations-Manie. Meine liebste Karte ist momentan die, auf der all meine Hühner eigene Inseln bekommen haben. Sie befinden sich im Meer »Hühnersuppe«, sind durch Fährlinien miteinander verbunden – es sind sogenannte »Ei-Länder«.


In die Collagen sind alte Seekarten, Oblaten, Briefmarken, Stempel, Fundstücke aus Zeitschriften, Tank, Federn, Washi-Tape und Papiere aller Art gewandert. Einen Stempel in der Form von Sylt habe ich aus Moosgummi geschnitten und auf ein Stück Holz geklebt.


Es ist noch viel Platz für Texte in dem dicken Buch. Ich habe ein paar Haikus gefunden, die ich sehr passend finde und möchte jeder Insel, auf der ich selbst schonmal war eine Seite widmen. Die Bandbreite geht in etwa von Alcatraz über Korsika, Neuseeland oder Island bis Hiddensee. Und jede neue Insel findet sicher auch ihren Platz.
Es gibt also noch viel zu entdecken und viele Seiten zu füllen.


27 Juni 2014

Inselbücher auf Sylt II

 
Mein Inselbuch ist ein schöner dicker Wälzer geworden. Das alte Inselbuch-Schild habe ich auf dem Cover eingelassen. Das Bezugspapier ist ein Kleisterpapier für das ich Aerocolor-Farben verwendet habe (Ultramarin, Saftgrün und Weiß), die in den Kleister gerührt sind. Das Papier wurde mit dem farbigen Kleister eingestrichen. Dann habe ich darauf ein paar Linien gezogen und Farbe aufgetupft. Das Vorsatzpapier ist ein weiches graublaues Japanpapier.


Das kleine Konzeptbüchlein zu meinem Inselbuch ist auf der Seite aufgeschlagen auf der ich mir Gedanken zum Herbst und Winter auf einer Insel gemacht habe.


Bilder von einigen Innenseiten folgen dann in den nächsten Tagen.

24 Juni 2014

Inselbücher auf Sylt

 
Ich komme gerade selig erfüllt von einem ausgiebigen Kalligrafie- und Buchbinde-Workshop auf der wunderschönen Nordseeinsel Sylt zurück. Im Gepäck habe ich ein sehr dickes selbstgestaltetes und selbstgebundenes Buch – meine "Inselbibel" –, Collagen, ein Leporello, 100 neue Ideen, einen Haufen Spaß, neue Freundschaften, Inspiration und Erfahrung.
Das pure Glück sozusagen.


Die Insel ist ein Traum, das Wetter war gewaltig: bombastische Wolkentürme von weiß bis dunkelblaugrau, Sturm mit Flugsand, dazwischen eitel Sonnenschein und Wellen, Wellen, Wellen. Und ich natürlich auch bei 15 Grad barfuß munter durch den Sand hüpfend auf der Suche nach Collage-Material (man kann z.B. frischen grünen Seetank und Federn hervorragend unter Teebeutelgaze collagieren). Aber eigentlich war ich die ganze Zeit barfuß: Nordsee funktioniert für mich anders nicht. 

Dass das Wetter nicht zum Baden einlud (es war sogar verboten, wie uns die roten Fahnen am Strand mitteilten) war von Vorteil für meine Arbeit. Ich habe mit kurzen Unterbrechungen von morgens bis in die Nacht gearbeitet und war einfach komplett im Fluss (im Meer?). So hätte ich noch ewig weitermachen können.
Eigentlich dachte ich ich komme auf der Insel, fern vom Alltag, mal dazu ein paar Stunden mehr zu schlafen. Das Gegenteil war der Fall. Und trotzdem bin ich putzmunter und energiegeladen.



Der Kurs wurde vom Dreamteam Birgit Nass und Marí Emily Bohley konzipiert und geleitet. Über die beiden habe ich ja schon viele gute Worte verloren. Ihre Kurse kann ich 100% empfehlen. Um einen Platz zu ergattern muss man entweder schnell sein oder sehr spontan einen freigewordenen Platz nutzen. Termine sind auf den Websites zu finden.
In diesem Kurs gab es viel praktischen und theoretischen Input. Man konnte sich auch gut persönlich beraten lassen (was stimmt nicht an meinem Layout – was sind die Finessen dieser Schrift – habt Ihr eine Idee für …?). Ein Vortrag über die Inselbücher und die Verlagsgeschichte sowie abendliche Bildershows von einer Workshop-Nordtour, die Birgit und Marí mit dem Turiner Kalligrafen Massimo Polello gemacht hatten, rundeten alles ab.

Zum Kurs-Thema: Wir haben jeder ein altes Inselbuch bekommen (keine seltenen Exemplare), was zufällig bei ganz vielen thematisch sehr gut passte. Ich hatte "Die Jahreszeiten" vom litauischen Schriftsteller Kristijonas Donelaitis. Meine lettischen Wurzeln konnten mit dem Epos aus dem 18. Jahrhundert etwas anfangen. Jahreszeiten auf einer Insel wurden dann das Kernthema. Ich hatte vorher allerlei Meeres-/Küsten-/Inselgedichte, Songtexte und Haikus rausgesucht und auch mein mitgebrachtes Collagematerial, die Farben und Stempel passten gut ans Meer. Der "Reisekalligraf" (der nicht mit dem Auto unterwegs ist) muss sich ja vorher gut überlegen, was alles ins Gepäck kommt.


Wir haben dann ein kleines Buch gebunden in das wir das Konzept für unser Inselbuch notiert haben. Das alte Original-Inselbuch wurde komplett auseinander genommen. Wir haben Collagen im B2-Format gestaltet und später auf das Buchformat zerteilt. Alles wurde bearbeitet, eingefärbt, beschrieben, illustriert und mit Blanco- oder farbigen Papieren (von Transparentpapier über Vorsatzpapier bis zu Fotos) in eine passende Ordnung und Größe gebracht. Dann ging es einen kompletten Tag lang darum das Buch zu binden, einen Buchdeckel inklusive Kapitalband zu gestalten und alles zu verleimen. Meine 19 Lagen ließen sich schneller verarbeiten, als ich dachte. Als dann alles trocken war konnten wir die Bücher öffnen und weiter mit Leben füllen. Jetzt wurde es allerdings etwas schwieriger, da man ja eine Buchkante hat und jede Seite trocknen muss bevor man an einer anderen arbeiten kann.


Ich werde in den nächsten Tagen mehr Fotos von meinem Inselbuch zeigen, für einen einzigen Blogeintrag ist das zuviel.

09 Juni 2014

Meine »Kulturelle Landpartie« 2014

 
Bereits zum 25. Mal fand die Kulturelle Landpartie statt. An einem Bilderbuch-Sommertag habe ich mich mit netter Begleitung ins schöne Wendland aufgemacht. Wie immer gab es viel zuviel zu sehen und zu erleben. Wer kann sollte gleich ein paar Tage dafür einplanen oder sich sehr gut vorbereiten. Das Wendland ist so groß und schön, da reicht ein Tag nicht aus.

Wir haben gezielt 5 Orte angesteuert. Besonders schön fand ich es in Kröte: zig Künstler zeigten hier ihre Werke. U.a. waren die neuen Bilder von Inga Rusz zu sehen, die Detailfotos von Uwe Rusz und die poetischen Objekte und Bilder der Illustratorin Irmhild Schwarz. Tja, und dann die leckeren Torten im Scheunencafé …
In Beesem haben wir die wunderbare Mareike Scharmer besucht, in Reddereitz die kreative Keramik von Fine Jahn und die genialen Walkstoffarbeiten von Marie Luise Hansen bewundert. Und dann waren da auch noch einige Pinguine. Die Jungs sind mir ja seit Wallace & Gromit (Technohose) und dem »Känguru-Manifest« sehr suspekt.
Der Werkhof Kukate bot wieder viel für Groß und Klein. Hier habe ich auch schon sehr schöne Workshops besucht.


Fazit: ja, ich komme 2015 wieder. Und Ihr solltet Euch auch mit dem Programm bewaffnen (am besten vorher bestellen) und kommen. Die Website ist nicht sehr nützlich, dort sind nur die Basisinfos zu finden. Und eine App gibt es leider nicht, die wäre aber wirklich sinnvoll. Andere Kulturaktionen machen sowas auch sehr gut (Gallery Weekend Berlin z. B.). Man loggt sich ein und bekommt angezeigt, was in der Nähe ist. So kann man sich treiben lassen ohne allzuviel zu planen und entdeckt einiges dabei ganz zufällig. Kurze Texte und Bilder wecken das Interesse. Ein integrierter Routenplaner wäre auch schön. Naja, ich kann ja mal träumen …

05 Mai 2014

Hallo, alter Freund!

 1967 wurde der Spirograph zum »Toy of the Year«. Als Kind konnte ich damit stundenlang spielen. Es war gleichzeitig kreativ und Flow. Auf dem Dachboden hab ich ihn jetzt wiedergefunden – alles noch komplett und funktionstüchtig.
Klar kann ich solche Muster auch am Computer erzeugen. Aber es selbst zu machen und die Spiralen wachsen zu sehen und frei zu kombinieren macht viel mehr Spaß. Es kann sehr gut sein, dass ich in Zukunft mal das eine oder andere Muster in ein Konzertposter einbaue, sofern es stilistisch passt. Ich wüsste da auch schon ein geeignetes Projekt ...

22 April 2014

Haddock an Bord

 
Und was habt Ihr so über Ostern gemacht? Ich habe die lebensgroße Hergé-Familie, die unsere Wände bevölkert um Kapitän Haddock erweitert. Er ziert jetzt den Eingangsbereich und erfreut die Nachbarn.

18 April 2014

Frohe Ostern!

 
Ich schenke Euch zwei Kalligrafien zur freien (nicht gewerblichen) Nutzung. Einfach anklicken zur größeren Darstellung und herunterladen.

DIY: mit schwarzer Tinte schreiben, scannen, mit Photoshop auf Farbfläche setzen, dafür Aquarellpapier mit farbiger Tinte beklecksen und scannen oder fotografieren. Warum nicht gleich so fertigmachen? Weil man in Photoshop herumspielen kann ohne die Originale zu versauen, also einfach mehr Möglichkeiten hat.



14 April 2014

Frakturschrift Fleißarbeit

 
In meiner Frakturschrift-Experimentierwerkstatt ist eine großformatige Arbeit entstanden. Die Schriftgröße des Fließtextes ist immer gleich, aber die Form und Breite der Buchstaben ist unterschiedlich und ich habe darüberhinaus mit 5 verschiedenen Federstärken gearbeitet. Interessant ist, wie sich dabei die Lesbarkeit verändert. Material: Packpapier, Walnusstinte, weiße Gouache, breiter Pinsel, Speedballfedern.

08 April 2014

Tabaluga im Planetarium Hamburg


Heute ist Premiere: der kleine grüne Drache erobert die 360-Grad Kuppel des Planetariums. Die Musik der Show ist von Peter Maffay, die Ursprungs-Zeichnungen stammen von Helme Heine.

Für so ein Event muss natürlich eine Menge vorbereitet werden. Mein Part bestand darin das Artwork in das Corporate Design des Planetariums einzubinden und verschiedene Printsachen (von 5 cm bis 3 m Größe) und Webbanner zu gestalten.
Ich wünsche den Besuchern sehr viel Spaß mit der Familienshow – und allen Beteiligten viel Erfolg!


24 März 2014

Schreiben wie gewebt – Textura

Gerade lerne ich eine alte Frakturschrift, die Textura. Im Kalligrafie-Kurs arbeiten wir an einem Fächer mit Buchschraube – jede Woche kommen ein paar Seiten dazu, auch die Rückseiten werden beschrieben.
Akute Suchtgefahr! Das Schreiben der gebrochenen Schrift macht richtig Spaß und es gibt unendliche schöne Varianten für jeden Buchstaben. So kann jeder seinen ganz eigenen Stil entwickeln – das kann dann auch sehr modern und künstlerisch-cool in Richtung Streetart gehen, wie u. a. der italienische Grafiker/Kalligraf Luca Barcellona demonstriert.

Der Einstieg ins Textura-Schreiben ist relativ einfach, die kleinen Finessen bringen einen dann aber richtig zum Schwitzen. Am Liebsten schreibe ich momentan mit Speedball-Federn C-1 bis C-5. Und hier ist noch ein Buchtipp: Die »Bibel« der Frakturschriften »Fraktur – mon amour«

10 März 2014

Flyer für den Messeauftritt

Mehrere meiner Kunden waren in diesem Jahr auf der ITB vertreten. Für die Bonner »Visa Consulting« habe ich z. B. eine neue Wortbildmarke gestaltet und einen Flyer. Das Planetarium Hamburg hat einen 2-sprachigen Imageflyer bekommen. Viel Erfolg damit!


24 Februar 2014

Plakate & ein Haufen Arbeit

Ein paar Plakate, die in den letzten Wochen entstanden sind.
Es gibt ja eigentlich immer viel zu tun, aber aktuell komme ich kaum hinterher und hab auch an den Wochenenden gearbeitet. Dank meiner Kanban-Wand behalte ich zum Glück den Überblick. Kulturdesign oder Drucksachen für Veranstaltungen gehen dabei vor, da es fast ausschließlich Terminsachen sind.
Letzte Woche fand in Hamburg die wunderbare Social Media Week statt. Ich hätte gern viele Vorträge live gesehen, aber dank des Livestreams und der abrufbaren Videos und Slides konnte ich zumindest einiges am Rande mitbekommen.

17 Februar 2014

Aus dem Skizzenbuch

Mein Skizzenbuch füllt sich momentan mit Gesso-Tinte-Schrift-Experimenten. Gesso ist ein Kreidegrund, den ich aufspachteln, -rollen oder -pinseln kann, er macht spannende Strukturen, denen die Farbe folgt.
Freie Arbeiten machen den Kopf wunderbar frei.

03 Februar 2014

Ein Ausflug mit Licht & Schatten

Kürzlich war ich in Frankfurt um mich auf der Papiermesse "Paperworld" umzusehen Dort habe ich einiges an Material und Kuriositäten bewundert. Die integrierte "Creativeworld" fand ich allerdings ziemlich gruselig. Kreativität besteht für mich nicht aus glitzerbunten vorgefertigten Plastik-Bastelsets. Ich konnte schon als Kind nichts mit "Malen nach Zahlen" anfangen. Aber jedem das Seine und den größten Brocken der gierigen geschmacklosen Industrie, die dahintersteckt und zum KaufenKaufenKaufen anregt ;-)

Was richtig gut war: das Ledermuseum in Offenbach! Auf den ersten Blick etwas altbacken und klein, auf den zweiten Blick hat es eine umfangreiche Sammlung an Exponaten von vor 6000 Jahren bis heute, die gute Einblicke in Design, Verarbeitung und Nutzung der verschiedenen Tierhäute bietet. Die Aktenmappen von Napoleon Bonaparte und seiner Schwester aus grünem Leder, das mit kleinen goldenen Bienen verziert war, haben mir besonders gut gefallen. Das Buchbindehandwerk, vor allem die Ledereinbanderstellung, wird auch sehr anschaulich erklärt. Und zum Thema Artenschutz gibt es auch einiges zu sehen.
Besonders ausgeklügelt ist das Beleuchtungssystem des Museums: man steht im Dunkeln. Die historischen Naturexponate vertragen natürlich kein Dauerlicht und ich war froh eine Taschenlampe dabei zu haben. Irgendwann ging mir dann aber ein Licht auf *ha ha* und ich entdeckte die geschickt versteckten Schalter – an, über oder zwischen den Vitrinen. Kam man aus einer anderen Richtung in den Raum als vorgesehen, fand man meist keinen Schalter. Da es aber keinerlei Leitsystem oder irgendeinen Hinweis gab, glich der Museumsbesuch der Schnitzeljagt in einer Höhle.
Mir hat es gefallen.

31 Januar 2014

Grüne Bücher


Da hat sich jemand sehr gefreut, als ich ihr diese beiden handgebundenen Blancobücher mit grünem Wachsbatik-Klappeinband geschenkt habe. Besondere Dinge für besondere Menschen.

20 Januar 2014

Capitalis Rustica – eine Herausforderung


Im Herbstsemester 2013 entstand mein Kalligrafie-Übungsbuch für die Rustica – eine Schrift, die im 1. Jahrhundert n. Chr. aufkam und dann ein paar hundert Jahre lang geschrieben wurde. Sie lässt sich zwar mit Übung irgendwann einigermaßen flüssig schreiben, aber die vielen Federdrehungen sind wirklich eine Herausforderung und man muss sich immer erst einschreiben und sehr konzentrieren. Ein simples "I" bekommt z. B. schon 2 Drehungen: die Bandzugfeder oben im Winkel von ca. 45 Grad ansetzen und dann beim Ziehen eindrehen (der Strich wird in der "Taille" schmaler) und nach unten zum Fuß wieder aufdrehen. Dafür muss die Feder sehr steil in der Hand gehalten werden, die Drehung erfolgt zwischen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger, der kleine Finger berührt zur Führung leicht das Papier. Ansonsten würde die Schrift viel zu grob und die Feder bliebe im Papier stecken.
Am Anfang ist es als würde man ganz neu das Schreiben erlernen, das ist natürlich erstmal frustrierend und man bekommt Krämpfe in der Hand und Falten auf der Stirn. Aber nach einiger Zeit stellen sich dann die Erfolge ein, man merkt, dass es einfacher wird und das ist toll.

Ich hab primär wasserlösliche Walnusstinte benutzt, man rührt sie aus einem Granulat an oder stellt sie selbst her. Die Brauntöne passen sehr schön zu so einer alten Schrift.

13 Januar 2014

»Ndidi O«-Plakat

Für die Deutschland-Tournee der kanadischen Künstlerin Ndidi O hatte ich schon vor einiger Zeit die Ehre die Plakate zu gestalten. 2014 ist es wieder soweit: Ndidis neues Album »Dark Swing« erscheint im Februar und sie gibt ein paar Konzerte bei uns.
Ich mag ihre Stimme und den Jazz-Blues-Folk-Mix mit allerlei lebendigen Sprenkeln aus anderen Musikrichtungen und Ländern. Hört mal rein!

06 Januar 2014

Frohes neues Jahr!

Ich hab mich sehr über die viele gedruckte und handgeschriebene Weihnachtspost gefreut. Falls jemand unsicher ist, wie man diese ganzen Feiertagsgrüße richtig schreibt, gibt es im "Sprachpingel-Blog" zum Thema "Weihnachten" und zum "frohen neuen Jahr" nützliche Informationen. Bookmarken und Ende des Jahres kurz angucken.
Ich mach das auch so :-)

Mein Lieblingsmotto, nicht nur in diesem Jahr, stammt aus der Feder des großartigen Walt Disney: »Was Du träumen kannst, kannst Du auch machen«. Als kleines Bild auf Leinwand könnt Ihr es bei seagullswing.de bekommen.

30 Dezember 2013

X-Mas Ticket

Als Feiertagsgruß des Planetarium Hamburg hab ich 2013 ein Ticket mit Tannenbaum-Barcode gestaltet.

24 Dezember 2013

Buchtipp 24/24

Zu Weihnachten besuchen wir den Louvre. Einmal durch den Louvre ist ein kreativer Rollentausch in Comicform von David Prudhomme. Wer betrachtet hier eigentlich wen?

Ich hoffe meine 24 Buchtipps waren inspirierend für Euch.
Und jetzt wünsche ich allen FROHE WEIHNACHTEN!

23 Dezember 2013

Buchtipp 23/24

Architektier: Baumeister der Natur. Ein Fotobildband von Ingo Arndt. Tiere können wirklich erstaunliche Bauten zaubern. Wunderschöne Bilder verleiten uns beim Betrachten zu vielen Ahhhs und Ohhhs. Ein Buch, was man am besten sich selbst schenkt :-)

22 Dezember 2013

Buchtipp 22/24

Pop-up: Design und Konstruktion. Wer die Pop-up Technik nicht nur bewundern, sondern auch lernen möchte, für den ist das das richtige Buch. Es erklärt die Falttechniken und -mechanismen und enthält viele praktische Übungen. Und dann fängt es an richtig Spaß zu machen.

21 Dezember 2013

Buchtipp 21/24

Meret Oppenheim – Eine Einführung ist eine kompakte Reise durch Leben und Werk der deutsch-schweizerischen Künstlerin. Ihre mit Fell überzogene Teetasse kennt vermutlich jeder.