01 Juli 2015

Kinderkram: Urban Sketching

 
Wir haben vor kurzem ein sehr schönes Kunstprojekt gemacht: eine Kombination aus Kreativität, Lernen, Spaß und Ausflug: Künstler-Kinder unterwegs.
Zuerst haben wir uns aus Pappe einen Bildsucher geschnitten. So ein simples Teil hilft enorm dabei geeignete Motive auszuwählen und sie zu zeichnen. Außerdem schult es den Blick. Es ist wie der Sucher/das Display einer Kamera: der Fotograf wählt seinen favorisierten Ausschnitt und hält ihn fest.
Bewaffnet mit Papier, Unterlagen, Bleistiften und Proviant sind wir auf die Fahrräder gestiegen und durch die Elbmarsch gefahren. Zuerst entlang der Elbe und dann etwas ins Landesinnere, dorthin wo Kühe grasen, Störche Frösche fangen und Felder voller Blumen leuchten.

Die Kinder hatten viel Spaß dabei Motive zu finden – immer wenn wir eins hatten, haben wir angehalten und es skizziert. Sich auf dem Papier einen Kasten in der Form des Motivsuchers zu zeichnen und beim Zeichnen ab und zu ein Auge zu schließen hilft enorm. Aus einem komplexen dreidimensionalen Bild wird so ein zweidimensionales, das ist viel leichter umzusetzen.

Zuhause angekommen haben wir unsere jeweilige Lieblingsskizze ausgewählt und sie frei auf eine kleine Leinwand übertragen. Es ging nicht darum die Wirklichkeit exakt abzubilden, die Skizze wurde beim Malen fantasiereich ergänzt und wir haben über Formen, Proportionen, Ausschnitte und künstlerische Freiheit gesprochen. Die Skizzen haben wir mit einer einfachen Fadenheftung gebunden und die Motive beschriftet und datiert. So entstand von dem Tag auch noch ein kleines Urban Sketching Heft.

Alle waren stolz auf ihre Werke – und später die Eltern natürlich auch auf ihre tollen kreativen Kids.

22 Juni 2015

Convention, Open Space, Hummeln, Schmetterlinge & Sketchnotes

 
Die 9. »WEC-Convention« (Woman Entrepreneur Club – Forum für selbstständige Frauen) fand Ende Mai in Hamburg statt. Als eine der Organisatorinnen lag mein Schwerpunkt auf Gestaltung: Flyer, Logo, Namensschilder ... Für den Open Space Tag habe ich ein Info-Poster gezeichnet um den Prozess zu visualisieren.

Am Abend des ersten Tages hatte ich dann die Idee am Wochenende einen Workshop anzubieten für alle, die gern mal was in ihrer Präsentation oder den eigenen Notizen zeichnen wollen, aber nicht so richtig wissen wie. »Sketchnotes« eignen sich da hervorragend. Ich hatte letztes Jahr das wunderbare Buch von Mike Rohde durchgearbeitet und einen Workshop besucht, so dass ich ganz gut gewappnet war. Allerdings habe ich noch nie selbst einen Workshop gegeben :-) Hier bot sich die Chance, denn viele fanden das Thema spannend – und so hatte ich eine Übungsplattform.
Kurzfassung: es lief super, hat mir Spaß gemacht und die Teilnehmerinnen haben schön mitgemacht.
(Danke an Mara Saueracker und Ulrike Parson für die Fotos von mir!)


Und darum ging es (aus meinem WEC-Protokoll):

1) WAS sind Sketchnotes?
- eine Kombination von Skizze/Symbol und Notiz
2) WARUM sind sie sinnvoll?
- das Gehirn kann die Kombination aus Bild und Text wesentlich besser speichern als reinen Text
- man erkennt auf den ersten Blick worum es geht
3) WOFÜR kann ich sie nutzen?
- für ganz viel: Protokolle, Notizen, Präsentationen, Konzepte, Mindmaps, Vokabeln lernen, Nachrichten, Einkaufszettel, Flipchart, Web, Buchzusammenfassungen, Visualisierung jeder Art ...
4) WAS brauche ich?
- Stifte/Marker (als Basis:schwarz und eine Zusatzfarbe)
- Papier/Notizbuch/Flipchart
- oder Tablet/iPad mit Zeichen-App und Stift
5) Die ELEMENTE
- Schrift (dick/dünn/groß/klein/breit/schmal/Handschrift/Druckschrift/3D ...)
- "Container" um sie mit Text/Bild zu füllen (Kästen, Banner, Herzen, Wolken, Sprechblasen, Kreise, Balken, Torten ...)
- Schatten/Flächen zur Hervorhebung
- Linien (einfach, doppelt, gestrichelt, dick, dünn, gebogen ...)
- Figuren (Strichmännchen oder Gesichter jeder Art)
- Bullets (Punkt, Strich, Kreuz, Stern, Hashtag, Fragezeichen, @, • ...)
- Pfeile (in jeder Form)
- Bilder und Symbole
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• WICHTIG: man muss nicht zeichnen können!
• Jeder kann Sketchnotes machen!
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6) WIE zeichne ich?
- Keep it simple
- keine komplizierten detailreichen Zeichnungen
- jedes Ding lässt sich vereinfachen indem man es in seine Grundformen auflöst
- alles kann aus Quadrat, Kreis, Dreieck, Linie und Punkt konstruiert werden
- durch Übung entwickelt man am besten sein persönliches Vokabular an Symbolen
- es gibt kein richtig oder falsch, gut oder schlecht
Wir haben gemeinsam viele verschiedene Dinge gezeichnet: Baum, Hase, Milch, Rechnung, Laptop, Telefon, Cola, Ananas, Becher, Locher, Schere, Kaffeemaschine ...
TIPP: schreibt euch ganz viele Begriffe aus einem Themenbereich auf (Urlaub, Büro, Kleidung, Zootiere, Umwelt ...) und zeichnet sie dann SO EINFACH WIE MÖGLICH. Je mehr ihr übt umso eher entwickelt ihr euer eigenes – schnell abrufbares – visuelles Vokabular.
7) GESICHTER und EMOTION
- es gibt ein ganz einfaches 9er Raster mit dem man verschiedene Gesichtsausdrücke zeichnen kann
Es wird u.a. in dem Buch "Sketchnotes Handbook" von Mike Rhode erklärt:
Wenn ihr "Sketchnotes" googelt findet ihr Anregungen und Infos ohne Ende.
8) LAYOUT und KONZEPT
- um ganze Themenkomplexe zu visualisieren sollte man sich vorher überlegen wie das Blatt aufgeteilt wird, damit der Platz ausreicht oder nicht alles am Rand klebt.
- zuerst kann man einen Titel platzieren
- von der Mitte nach außen arbeiten (Mindmap)
- in Spalten
- als gewundener Pfad
- in Kreisen von innen nach außen
- als Torte mit 4, 8 oder mehr Stücken
9) für Fortgeschrittene 
- Graphic Recording/Visual Recording/Visual Thinking (z. B. Vorträge live aufzeichnen)
dazu gibt es wunderbare Beispiele im Netz, auch als Filme
10) Vorbereitung:
- aus der Runde kam die schöne Idee Bildelemente schon vorzubereiten, wenn es um eigene Präsentationen/Workshops geht und nur live zu ergänzen durch Text und einfache Elemente

19 Juni 2015

Goldene Zeiten

 

Für eine Goldene Hochzeit habe ich ein Palmblattbuch aus 22 Karten gestaltet. Die Collagen auf der einen Seite sind gold, auf der anderen silbern. Kleine Zitate u. a. von Loriot und Bilder zieren die Seiten.

08 Juni 2015

Den Sargnagel auf den Kopf treffen – Logo

KulturDesign mal anders – mein Schwerpunkt im Kulturbereich wurde um eine interessante Facette erweitert: Bestattungskultur.



Für mich zeichnet die Firma Föhring Bestattungen besonders ihre herzliche Note, Wärme und Empathie aus. Der Satz "Wir geben Halt wenn Sie loslassen müssen" trifft den Sargnagel auf den Kopf.
Deshalb hab ich mich natürlich besonders gefreut, als ich gefragt wurde ob ich ein neues Logo gestalten kann, was ohne die übliche Bestatter-Bildsprache auskommt. Es kann dann auch auf schönen Merchandising Produkten eingesetzt werden und weckt keine unangenehmen Assoziationen. Wer möchte schon beim Brillenputzen oder Schreiben an düstere Stunden erinnert werden.




Die Herzlichkeit von Nicola, Herbert, Selina und Elisa Föhring galt es optisch einzufangen. Der Wunsch war dabei die Initialen FB (Föhring Bestattungen) zu verwenden. Interessant war für mich dabei, dass Bestatter keine enge Zielgruppe haben, denn jeder im vertragsfähigen Alter kann irgendwann mal ihr Kunde werden. Unabhängig von Geschlecht, Gesinnung, Religion, Nationalität, Alter, sozialem Status, Einkommen, Werten …
Aber wie macht man es allen recht? Das braucht man gar nicht erst versuchen, lieber auf das, was es zu vermitteln geht konzentrieren und etwas schaffen, hinter dem meine Kunden stehen.

Ich habe etwas recherchiert und dann haben wir uns getroffen und geklärt was geht und was nicht gewünscht wird. Mir blieb sehr viel Freiraum und das sind mir immer die liebsten Jobs. Danach habe ich wild drauflos gescribbelt, was alles mit F und B möglich ist. Ich kam auf Flügel, Herzen, Brücken, Luftballons und allerlei abstrakte Formen.
Dann habe ich alles am Computer umgesetzt, was mir sinnvoll erschien. Meine Favoriten waren auch die der Föhrings. 2 davon habe ich weiter ausgearbeitet und in Anwendungen, positiv, negativ, farbig und schwarz-weiß präsentiert, denn dann kann man ein Logo am besten beurteilen.

Das Rennen gemacht hat das FB-Herz, in dem man auch 2 einander zugeneigte Köpfe sehen kann oder aufsteigende Ballons (ein Ritual, was man von manchen Feiern kennt). Der Rotton und ein Rotverlauf für Hintergründe sind knackiger und frischer gewählt als der bisher verwendete "Rosenholz-Ton".

 Nach und nach wird das Logo auf neuen Printprodukten benutzt und ist bald auch auf der Website zu sehen. Das war eine fluffig-schöne Zusammenarbeit.

Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg, liebe Föhrings! Und herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Firmenbestehen!


16 Mai 2015

Souvenir di Napoli

 
In den vielen Antiquariaten an der und um die Piazza Dante in Neapel findet man nicht nur interessante Bücher in allen möglichen Sprachen und Ausführungen, sondern auch alte Postkarten, Kalligrafiefedern, Schulhefte, Spaltenhefte, ranzige Papiere ... Das Thema Kalligrafie scheint mir in Italien mehr im Alltag zu sein als bei uns. Allerdings habe ich keine besonderen Materialien entdeckt, man benutzt wohl nur irgendeine Feder und Tinte. Vielleicht wird oder wurde "Schönschreiben" ja auch einfach noch im Unterricht praktiziert.

04 Mai 2015

LLAP - Live long and prosper (Künstlerbuch)

 
Ende Februar habe ich den Workshop »Künstlerbücher« bei Marí Emily Bohley besucht. In den 3 Tagen sind 3 Bücher entstanden. Dieses hier ist ein Buch, was ich Leonard Nimoy gewidmet habe, denn er starb am 27.2. und ich hab in der Zeit viel an Worte von ihm gedacht – ob als Schauspieler, oder in seiner Rolle als Mr. Spock. So habe ich verschiedene Zitate und Bilder eingearbeitet.
Live long and prosper


Das Buch besteht aus Collagen, Fundstücken von verschiedenen bewohnten und unbewohnten Planeten, unendlichen Weiten ... und dynamisch bemalten Seiten. Es ist in einer interessanten Zickzacktechnik gebunden und hat mehrere Papiertaschen.

The miracle is this – the more we share, the more we have.

24 April 2015

Kleister selbstgemacht (2. Versuch)

 
Im März habe ich Kleister aus Weizenmehl und Maisstärke gekocht und davon berichtet. Nun konnte ich endlich Reismehl auftreiben und damit meine Versuchsreihe fortführen. Ich hatte gehört, dass Reiskleister noch besser klebt und einen stärkeren Glanz hat.
Mein Test ergab: das ist Quatsch.

Obwohl ich den Reiskleister durch ein feines Sieb gestrichen habe, habe ich es nicht geschafft ihn klumpfrei zu bekommen. Es bleiben immer ganz kleine Körnchen, die auf der Oberfläche etwas rau auftrocknen. Das ist für die Herstellung von Kleisterpapieren ganz schlecht. Beim Kleben ist es aber kein Problem.


Mein bisheriges Fazit: Weizen, Mais und Reis haben einen identischen seidenmatten Glanz. Die höchste Klebkraft hat Weizen. Mais und Reis haben keinerlei Vorteile, eher Nachteile (Klümpchen beim Reis).
Also macht es euch einfach und nehmt feines Weizenmehl für euren Kleister. Sieben kann nicht schaden, wenn ihr eine schöne Oberfläche bekommen wollt.

Tipps: rührt den heißen Kleister gleich so dünn an, wie ihr ihn haben wollt. Späteres Strecken/Verdünnen von Kleister führt dazu, dass er sich leicht trennt, nicht homogen bleibt. Wir verwenden ja keine Emulgatoren oder sonstige Zusätze, die das verhindern würden.
Kocht nur die Menge, die ihr in 1-2 Monaten verbraucht. Die Haltbarkeit bei diesem Naturprodukt ist begrenzt.

22 April 2015

Weniger ist mehr (wert)

 
Wenn ich ein – überschaubares – Sachbuch lese, dann fasse ich nebenbei das Wesentliche auf einer Doppelseite zusammen. Wenn es Sinn macht sind auch Skizzen enthalten oder Seitenzahlen vermerkt, auf denen ich später für mich Wichtiges finden kann. Vorteil: ich lese und überlese bewusster und habe später alles auf einen Blick und in wenigen Sekunden parat.

Das Buch von Marie Kondo hat übrigens Spaß gemacht und ihre Tipps zum nachhaltigen Kampf gegen das (Kleider/Bücher/Papierkram/Schnickschnack)-Chaos fand ich sehr anregend und habe einiges schon umgesetzt. Wer sich für das Thema Entrümpeln interessiert braucht nur 2 Bücher: "Magic Cleaning" und "Feng Shui gegen das Gerümpel" des Alltags.
Und danach folgt dann vielleicht "Ein Zuhause für die Seele".

14 April 2015

Stadtpark-Illustration

 
Schöne Idee: eine Baum-Rallye für Schüler. Ausgetüftelt wurden die Route und das Inhaltliche von Harald Vieth.

Und danach habe ich eine Karte vom entsprechenden Bereich des Stadtparks gezeichnet und mit Aquarellfarben coloriert.
Nach dem Einscannen habe ich ein Layout in InDesign mit passenden Fragen, Bezeichnungen und Bildern gemacht. Außerdem gibt es PDF-Bögen mit Infos und Anregungen zur Gestaltung der Rallye für Lehrer. Auch Warnhinweise, welche Pflanzenteile giftig sind, durften nicht fehlen.
Die Karte hat das offene Format A3 und ist handlich auf A5 gefaltet.
Der schwierigste Teil der Arbeit war herauszufinden wo nun genau die Wege verlaufen. Ich habe alle möglichen alten und neueren Karten studiert, denn Google Maps war keine große Hilfe, die kleineren Wege sind ja im Park meist von belaubten Bäumen verdeckt.

Dazu kommt, dass der Hamburger Stadtpark immer wieder etwas verändert wurde, zugunsten der alten Sichtachsen, die vor 100 Jahren von Otto Linne geplant wurden. Nach dieser ersten Version für Herbst-Winter ist auch eine Version für den Sommer angedacht.

10 April 2015

Kawummmmm – nu aber!


Wenn sich etwas ganz plötzlich verändert, dann ist es einfach ein Kawummmmm. Für eine liebe Freundin.
 


08 April 2015

Von Galaxien, Vulkanen, Einstein, Nordlicht ...

 
... oder dem Urknall handeln einige der interessanten Vorträge im Planetarium Hamburg.
Um auf das aktuelle Programm in der Sternenkuppel aufmerksam zu machen, habe ich diesen Flyer gestaltet.

06 April 2015

Federbuch

 
Das ist mein Wochenendprojekt: ein Federbuch für einen besonderen Zweck.
Der Einband ist mit Samtfolie aus dem Baumarkt beklebt, er fühlt sich toll an! Innen ist es mit rotem Japanpapier gefüttert und die Seiten sind schwarz und cremeweiß. Gebunden hab ich es mit rotem Zwirn.
Diese Form zu binden hab ich bei Marí gelernt.




01 April 2015

April, April!

 
Seit achteinhalb Jahren layoute ich jeden Monat die Sternkarte für das Planetarium Hamburg. Die Karte wird an die Besucher verteilt und man kann sie von der Website runterladen. Dort gibt es außerdem einen Podcast und weitere Infos zum Sternenhimmel des jeweiligen Monats. Hier ist der Sternenhimmel im April

Im Hamburger Abendblatt wird die Karte auch schon einige Jahre online angeboten und in der Printausgabe abgebildet.
Wer sich für Astronomie interessiert kann dabei eine ganze Menge erfahren – und dieser schöne Service vom Planetarium ist sogar kostenlos.

30 März 2015

Kleister selbstgemacht (1. Versuch)

 
Kleister brauche ich vor allem für Collagen, Pappmaché und um größere Papiere flächig zu verkleben. Aber warum extra Tapetenkleister kaufen, wenn man ihn ganz einfach und viel günstiger selbst machen kann? Und manchmal braucht man spontan Kleister und hat weit und breit keinen Laden. *
Also habe ich mal ausprobiert Kleister selbst zu kochen und damit ein Glas aus Weizenmehl und eins aus Maisstärke hergestellt.

Dafür hab ich 2 Esslöffel Mehl (bzw. Stärke) in 250 ml kaltes Wasser eingerührt und auf dem Herd für ein paar Minuten zum Kochen gebracht. Dabei immer umgerührt, damit es nicht klumpig wird oder anbrennt. Das ging wirklich ganz fix. Wenn der Kleister kalt ist kann man ihn nochmal etwas verdünnen, falls er zu fest wurde, und ggf. durch ein Sieb streichen um letzte Klümpchen zu entfernen.
Der Kleister aus Weizenmehl (linkes Bild) ist etwas milchiger und klebt stärker als der aus Maisstärke (rechtes Bild).
Demnächst probiere ich noch ein paar andere Sorten aus.



* Als ich mal auf Hiddensee Urlaub gemacht hab, hatte ich Lust Objekte aus Strandgut und Papier zu machen. Wenn ich gewusst hätte, dass man so einfach Kleister aus Mehl machen kann, hätte ich die Heilpraktikerin in Neuendorf nicht um Tapetenkleister anpumpen müssen ;-)

24 März 2015

Netznadeln -> Recycling

 
In unserer alten Werkstatt am Elbdeich habe ich mehrere Netznadeln aus Holz gefunden, die die Fischer früher zur Netzherstellung und zum Flicken der Netze benutzt haben. Sie sind ca. 60-100 Jahre alt und haben als Spulen für meine gewachsten Buchbinderzwirne jetzt ein neues Leben bekommen. Ich LIEBE nützliche alte Dinge.


23 März 2015

Palmblattbuch

 
Aus einer doppelseitigen Collage habe ich ein kleinformatiges Palmblattbuch gemacht. Es ist eins von drei Büchern, die im Workshop »Künstlerbücher« bei Marí Emily Bohley entstanden sind. Palmblattbücher haben in jedem Blatt 2 Löcher und sind mit einem Band verbunden. Die Form entstand schon v. Chr. in Süd-Ost-Asien, damals wurden dafür stabile Palmblätter zugeschnitten und beschrieben. Es ist ein sehr schön kompaktes Format, was sich besonders für kurze Texte, wie Gedichte, und als Geschenk gut eignet.

Mein Buch ziert ein Zitat von Vincent van Gogh: »Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling«. Als Collagematerial dienten u. a.: Notenblätter, Landkarten, Buchseiten, Einwickelpapier, Teebeutel, Gaze, Parkscheine, Einkaufslisten, Papierreste, Algen ...
Die Collagen wurden sehr gut mit Kleister geklebt, nach dem Trocknen mit Tinte und Gesso bemalt und dann Rücken an Rücken mit Buchbindeleim verleimt und beschwert. Alles durfte über Nacht trocknen. Dann wurden die Karten zugeschnitten, gelocht und verbunden.

13 März 2015

Plakate für Django Deluxe

 
Für das Hamburger Trio Django Deluxe habe ich die Plakate zur aktuellen »Driving«-Tour gestaltet. Da die Anzahl der Musiker auf der Bühne etwas variiert, haben wir schließlich auf eine Abbildung von ihnen verzichtet und zeigen nur die Instrumente. Weniger ist mehr.

Die Jungs aus Wilhelmsburg machen Sinti-Swing vom Feinsten, auf der neuen CD und einigen Konzerten auch zusammen mit der wunderbaren NDR-Bigband. Hier findet ihr die Tourdaten und weitere Infos.

05 März 2015

Corporate Design für die Akquisefachfrau

 
Als Grafikdesignerin arbeite ich ja am liebsten für Firmen aus dem Kulturbereich und für Künstler und Musiker. Es gibt aber Ausnahmen. Denn wenn die Wellenlänge zum Kunden stimmt und mich das Thema/Produkt interessiert, wandern auch ganz andere Sachen auf meinen Bildschirm. Hier ist ein aktuelles Beispiel dazu: Das neue Logo und Corporate Design für die »Agentur für Unternehmenskontakte« Martina Bloch.

Ich habe Signet, Wortbildmarke und Hintergrundelement gestaltet, die für alle Anwendungen einen variablen Baukasten bieten. Martina hatte schon gute Vorstellungen davon, was sie wollte und was nicht ("ein Logo, das wirklich zu MIR passt") – und war dabei offen und flexibel, was mir als Gestalterin In der Zusammenarbeit mit ihr viel Freiraum ließ.

Der Umfang der Arbeit: alle Dateien für Print/Web, Visitenkarten, Briefpapier und ein Corporate Design Guide, der als Information für die Nutzung der Gestaltungselemente des Logos für Print und Web dient.

Das runde Signet bildet das Hauptelement des Corporate Designs: nordisch, klar, reduziert. Wie durch ein Bullauge aufgenommen, sieht man ein Boot in Bewegung, das den Buchstaben b darstellt und zwei Personen, von denen die eine der anderen den Weg zeigt und sie auf den richtigen Kurs bringt. Sie bilden ein patentes Team.
In der Wortbildmarke bildet die Firma das Meer auf dem das Boot fährt.

Als Ergänzung für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten gibt es noch das Segelboot. Ein m ist in der Welle zu erkennen, ein b im Segelboot. Es kann im ganzen oder angeschnitten eingesetzt werden.
Wir haben uns für die Schrift Calibri in verschiedenenen Schnitten entschieden, sie hat eine zeitlose Wirkung und wurde 2005 vom niederländischen Designer Lucas de Groot entwickelt.
Die Farben sind maritim gehalten, mit einem klaren Kontrast zum frischen Weiß des Untergrunds.

Der Relaunch von Website und Blog steht auch bald an, dafür wurden patente Fachleute ins Boot geholt. Ich bin schon sehr gespannt darauf.

23 Februar 2015

Retusche historischer Bilder

 
Regelmäßig fallen bei meiner Arbeit verschiedene Retuschearbeiten an. Entweder gehört das direkt zu den Grafikdesignjobs (pixelige Logos wurden geliefert, Farben müssen angeglichen werden, Bilder erweitert oder verändert, Personen im Hintergrund entfernt ...) oder es sind Beauty-Retuschen (Oberarme verschlanken, Gesichtshaare entfernen, Augen strahlen lassen, Zähne aufhellen ...) oder Bildcollagen. Und manchmal darf ich für die eine oder andere Ausstellung auch historische Bilder reparieren. Das finde ich sehr spannend und recherchiere dann auch gern etwas zu dem Thema. Das hier ist ein Ausschnitt aus einem Familienfoto der Fabrikantenfamilie Junge, um 1900 entstanden. Es hatte viele Kratzer und Flecken, die ich für das Industriemuseum Elmshorn retuschiert habe ohne den Charakter des alten Fotos zu verändern. Die optimale Basis für so eine Arbeit ist ein hochauflösender Scan bzw. das Original.
Was mir an solchen Arbeiten auch sehr gefällt: ich kann dabei Hörspiele hören :-)